HESO

Partnerstadt Heilbronn hat mehr als ein Käthchen zu bieten

Sie werben an der HESO für Heilbronn (v. l.): Standbetreuerin Velia Fischer, Laura Scholl als «Käthchen von Heilbronn), Michaela Ruof (Veranstaltungsleiterin Bundesgartenschau) und Steffen Schoch (Geschäftsleiter Heilbronn Marketing).

Solothurns Partnerstadt Heilbronn zeigt an der HESO 2018 auf, wo es am Neckar künftig langgeht.

«Es gab ja mit Solothurn immer schon einen regen Austausch nicht offizieller Besuche», blickt Steffen Schoch, Geschäftsleiter von Heilbronn Marketing auf die jahrzehntelange Partnerschaft seiner Stadt mit Solothurn zurück. Und so sei im Vorjahr auch die Idee entstanden, Solothurn am nächstjährigen Grossanlass am Neckar einzubinden: der Bundesgartenschau Buga 2019. «Wir planen eine Solothurner Woche mit einem kulturellen wie gastronomischen Austausch», ergänzt Michaela Ruof, Veranstaltungsleiterin der Buga.

«So wird in Heilbronn beispielsweise das Solothurner Weinsüppchen kredenzt.» Weinaffin, das sind sie sowieso, die Heilbronner. Nicht umsonst pilgern immer wieder Solothurnerinen und Solothurner ins Weindorf am Neckar, der von Rebbergen gesäumt wird. Doch der Wein ist nur ein Werbe-Zugpferdchen von Heilbronn, das an der HESO mit einem eigenen Stand Gastrecht geniesst.

Ein neuer Stadtteil entsteht

Das ganz grosse Thema aber für die Heilbronner Delegation ist und bleibt die Bundesgartenschau. «Diese findet nur alle zwei Jahre statt, letztmals war sie in Berlin, 2021 findet sie dann in Erfurt statt», erzählt Steffen Schoch. Für den Marketing-Leiter ist die halbjährige Gartenschau ein PR-Vehikel ersten Ranges: «Wir veranschlagen das Einzugsgebiet für die Buga im Umkreis von 3 Stunden Reisedistanz. Das sind rund 40 Millionen Menschen, die wir damit erreichen können.» Selbstverständlich liegt Solothurn in diesem Radius, und so hofft Heilbronn auf regen Besuch aus ihrer Schweizer Partnerstadt.

Seit 40 Jahren finde die Bundesgartenschau überhaupt wieder einmal im Bundesland Baden-Württemberg statt, «und das ist für uns natürlich eine riesige Chance», so Schoch. Doch sei die Buga derzeit am Neckar nur die «Hefe im Teig», denn es gärt dort noch ganz Anderes. So beginnt ab 2019 der Ausbau der «Experimenta» zu einem neuen, riesigen Science-Center, der «Experimenta 2». «Es wird eines der grössten in Europa sein. Der neue Bildungs-Campus soll gegen 10'000 Studierende beherbergen», weiss Steffen Schoch.

Damit verbunden sei ein gigantisches Wohnbauprojekt, 2500 Einheiten entstehen neu. «Keine andere Stadt ist in Deutschland derzeit so dynamisch wie Heilbronn» – dies dank dem «Experimenta»-Mäzen Dieter Schwarz. Der Lidl-Begründer gilt als reichster Deutscher und hat eben seinen Wohnsitz in Heilbronn.

Die Buga machts vor

Doch zuvor wird die Bundesgartenschau als «Motor der Stadtentwicklung» dienen, denn auch hier ist Nachhaltigkeit angesagt. Auf 400 Hektaren – das ist mehr als die doppelte Weitblick-Fläche in Solothurn – sollen 23 neue Gebäude entstehen, darunter das «grösste Holzhochhaus Deutschlands», wie Michaela Ruof betont. 23 verschiedene Blumenschauen werden in Heilbronn zu bestaunen sein, inmitten von Wasserspielen und Parklandschaften. Am 17. April startet die Buga, die bis zum 6. Oktober 2019 dauert, und mit insgesamt 5000 Veranstaltungen «gespickt» ist.

Doch mit dem Ende der grossen Schau soll das «Stadtentwicklungsgebiet» auf einem ehemaligen Industrie- und Hafenareal erst richtig aufblühen und dereinst Platz bieten für 3000 neue Einwohnerinnen und Einwohner Heilbronns.

Und eine Botschafterin

Um all diese Attraktionen in naher Zukunft auch an der HESO richtig zu «verkaufen» zählt die Heilbronner Delegation nicht nur auf Marketing-Fachleute, sondern auf eine sympathische Botschafterin: das Käthchen von Heilbronn, erinnernd an die Romanfigur des Schriftstellers Heinrich von Kleist. Laura Scholl präsentierte zum HESO-Beginn ihre Heimatstadt in der schmucken Käthchen-Tracht; auf das zweite Wochenende hin wird sie von einem weiteren Käthchen abgelöst. «Wir sind nämlich zu viert, und eine Amtszeit dauert zwei Jahre», erzählt die 18-jährige Studentin.

Zwischen 17 und 23 Jahren alt sollte ein Käthchen sein, und natürlich in Heilbronn Wohnsitz haben. Ihre Besuche in Solothurn und speziell auch an der HESO haben Tradition: Einst blieb ein Käthchen gar hier «hängen» und heiratete später einen Solothurner Geschäftsmann – leider sind heute beide nicht mehr an der Herbstmesse anzutreffen.

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