Solothurn

Parking AG mit soliden Zahlen - trotz weniger Einfahrten

Das Parkhaus Berntor steuerte wieder über eine Million Franken Ertrag zum Gesamtergebnis bei.

Das Parkhaus Berntor steuerte wieder über eine Million Franken Ertrag zum Gesamtergebnis bei.

Die Parking AG, Betreiberin der drei Parkhäuser in der Stadt Solothurn, kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Die Parking AG Solothurn steht auf soliden Füssen, auch wenn die Frequenzen in den drei städtischen Parkhäusern Bieltor, Baseltor und Berntor «leicht rückläufig» sind, wie VR-Präsident Niklaus Studer an der Generalversammlung im Jahresbericht festhielt. «Der Gesamtertrag lag faktisch auf der Höhe des Vorjahres. Der Jahresgewinn konnte leicht erhöht werden. Gleiches gilt bezüglich des Cashflows», führt Studer dieses Ergebnis auch auf die festgestellte Zunahme an Dauermietern zurück.

In Zahlen ausgedrückt: Die Nettoeinnahmen beliefen sich beim Parkhaus Bieltor auf 1,599 Mio. Franken (minus 1,5 Prozent), beim «Baseltor» auf 1,539 Mio. Franken (minus 1,2 Prozent) und beim jüngsten Parkhaus, dem «Berntor», auf 1,006 Mio Franken. Das Vorstadt-Parkhaus wies damit als einziges ein Ertragsplus von 0,3 Prozent aus.

6 Prozent Dividende

Nach grosszügigen Abschreibungen hat die Parking AG noch ein Fremdkapital von 1,805 Mio. Franken in den Büchern und es bestehen noch langfristige Finanzverbindlichkeiten im Umfang von einer Mio. Franken. Bei einem Gesamtertrag von 4,287 Franken konnte dank tieferen Personal- und Betriebsaufwendungen ein tieferer Gesamtaufwand von 3,325 Mio. Franken verbucht werden. Dies führte zu einem komfortablen Cashflow von 2,212 Mio. Franken - im Vorjahr hatte dieser um fast 150 000 Franken tiefer gelegen.

«Angesichts dieses sehr guten Resultates schlägt der Verwaltungsrat eine Dividende von 6 Prozent vor», so die Botschaft von Niklaus Studer an die rund 110 Aktionäre im Stadttheater. Bei der Parking AG Solothurn werden über 50 Prozent der 20 000 Aktien von der Stadt Solothurn gehalten, der Rest von grösseren Firmen wie Manor, den Solothurner Platzbanken, aber auch von privaten Hausbesitzern in der Stadt und der AG selbst. Die Stadt ist allerdings nur zu einem Fünftel ihrer Aktienstimmen stimmberechtigt. Aus dem Bilanzgewinn von gut einer Million Franken und bei einem Jahresgewinn von 962 000 Franken werden wie schon 2014 gut 880 000 Franken für die Dividenden-Ausschüttung eingesetzt und 63 000 Franken an die gesetzlichen Reserven zugewiesen.

Optimistischer Ausblick

Auch das laufende Jahr 2015 sei gut angelaufen, «auch wenn die grossen Ertragssprünge wie früher nicht mehr möglich sind», blickte der VR-Präsident optimistisch in die Zukunft. Auch künftig werde man in eine optimale Infrastruktur und damit die Kundenzufriedenheit investieren, versprach Niklaus Studer. Und meinte damit insbesondere die Sanierung des Bodens im Parkhaus Baseltor, die etappiert erfolgen wird und rund 800 000 Franken kosten dürfte. So werden in diesem Sommer die Böden von zwei Stockwerken saniert und nächsten Sommer dann die übrigen zwei – nicht zuletzt weil sich Dellen im Belag gebildet haben, die zu Wasserlachen führen. Aus der Versammlungsmitte gabs übrigens Lob für die neu geschaffenen XXL-Parkplätze im vierten Untergeschoss des «Baseltors». Worauf Niklaus Studer launig bemerkte: «Nicht die Parkplätze werden kleiner, sondern die Autos grösser.»

Gut angekommen sei bei den Benutzern des Parkhauses Bieltor im vergangenen Sommer auch die Installation einer Restplatzanzeige, die dem Kunden sofort die freien respektive besetzten Plätze in den einzelnen Parkdecks anzeigt. «Dieses neue System, das heute zum Standard gehört, hat sich sehr bewährt», wurde im Jahresbericht festgestellt.

Dieser wie auch die Jahresrechnung wurden oppositionslos genehmigt. Und da keine Neuwahlen anstanden, setzt sich der Verwaltungsrat unverändert zusammen aus Niklaus Studer (VR-Präsident), Pirmin Bischof (Vizepräsident und Vertreter der Stadt Solothurn), Andrea Lenggenhager (ebenfalls Stadtvertreterin), René Barrer, Fred-Marc Branger, Ursula Hediger, Urs Pfluger, Bruno Walter und Jürg Bächli. Zum Schluss wurde unter Einbezug von Niklaus Studer durch ein Quartett des Stadttheaters ein Live-Kriminalstück um Kommissar Lupo präsentiert.

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