Solothurn

Ölflecken tauchen in der Aare auf – Feuerwehr richtet Aufsaugsperre ein

Um das auftauchende Öl aufzusaugen, wird schwimmender Ölbinder verwendet.

Um das auftauchende Öl aufzusaugen, wird schwimmender Ölbinder verwendet.

Am Donnerstag wurden in der Aare bei der Rötibrücke aufsteigende Ölflecken festgestellt. Die Gemeinde Solothurn richtete nun eine Sperre ein, um die Substanz einfangen zu können. Diese wird bis kommenden Mittwoch belassen und fortlaufend beobachtet.

Am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr stiegen in der Aare bei der Rötibrücke Ölflecken auf. Die Feuerwehr Solothurn richtete an der betroffenen Stelle vorsorglich eine Sperre ein, um die auftreibende Substanz einfangen zu können. Zur Klärung der Ursache bot die Gemeinde am Freitag einen Saugwagen aus Grenchen und Taucher aus Biel auf, wie Stefan Gyr, der Leiter des Schadendienstes beim kantonalen Amt für Umwelt, auf Anfrage berichtet. Der Saugwagen hätte je nach Lage den Schlamm aufsaugen können.

Hier ist der Saugwagen zu sehen, welcher am Freitag vor Ort war.

Hier ist der Saugwagen zu sehen, welcher am Freitag vor Ort war.

Bei der auf dem Wasser oben aufliegenden, braunen Substanz handelt es sich um einen schwimmenden Ölbinder. Dieser funktioniert wie ein Löschblatt bei Tinte in einem Heft. Er schwimmt an der Oberfläche und saugt das im Wasser vorhandene Öl auf.

Die Absperrung in der Aare, in braun der oben aufschwimmende Ölbinder.

Die Absperrung in der Aare, in braun der oben aufschwimmende Ölbinder.

Schwimmt ein Fass in der Aare?

Bis anhin konnten die Taucher kein dramatisches Ausmass feststellen. Es bleibt aber weiterhin unklar, was der Auslöser für das in der Aare schwimmende Öl sein könnte. Gyr kann nur Vermutungen anstellen: «Wir hatten vor 3-4 Jahren ein auf dem Aaregrund angeschwemmtes Fass, welches an einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke hängen geblieben war. Wenn wir damals eines rausgefischt haben, könnte eventuell auch ein zweites oder ein drittes dort sein.»

Es könne zum Beispiel auch sein, dass vor Jahren ein «Töffli» in den Schlamm geraten und jetzt überdeckt sei, nun der Tank roste und langsam Öl an die Oberfläche gelange. Hierbei handle es sich aber noch um Spekulationen - definitiv sagen könne er noch nichts. Mit der nun eingerichteten Absperrung und dem Ölbinder sei man bestimmt auf der richtigen Seite, meint Gyr. Bis anhin werde jedoch nichts allzu Dramatisches vermutet. 

Die Absperrung wird weiterhin beobachtet

Voraussichtlich soll die Sperre bis am kommenden Mittwoch in der Aare bleiben und regelmässig von Polizei und Feuerwehr kontrolliert werden. Wenn nicht mehr auftauche, sei genug Bindungsmittel vorhanden, um das aufkommende Öl aufzusaugen. Am Mittwoch werde dann entschieden, ob mithilfe des Saugwagens alles eingesammelt wird oder die Sperre weiterhin in der Aare belassen werden soll.  (nas)

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