Solothurn
Neues System der Zentralbibliothek ermöglicht Zugang zu 500 Bibliotheken

Die Zentralbibliothek Solothurn (ZBS) nimmt Anfang Dezember ein neues Bibliothekssystem in Betrieb. Nun haben die Nutzenden schweizweit Zugriff auf bibliothekarische Angebote – dank neuester Technologien.

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Die Zentralbibliothek Solothurn hebt die Abonnementsgebühren auf. (Archiv)

Die Zentralbibliothek Solothurn hebt die Abonnementsgebühren auf. (Archiv)

Getty Images/iStockphoto

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue Bibliothekssystem «swisscovery» auf Hochtouren. Am 7. Dezember ist es soweit. Seit über zwei Jahren ist die ZBS in den gemeinsamen Aufbau eines schweizweiten Bibliotheksnetzwerks involviert.

Dabei nimmt sie neben Hochschul- und wissenschaftsorientierten Bibliotheken eine Vorreiterrolle als bislang einzige allgemein-öffentliche Bibliothek ein. «Weitere öffentliche Bibliotheken (z.B. Kantonsbibliotheken) werden sich in frühestens zwei Jahren dem Bibliotheksnetzwerk anschliessen», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Recherchezugang mit Zugriff auf 500 Bibliotheken

Das ZBS-Team hat Sucheinstiege konfiguriert, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzenden gerecht werden. So können z.B. Kinder ausschliesslich die Angebote der Kinder- und Jugendabteilung durchsuchen. Wer CD oder DVD sucht, kann die Suche entsprechend steuern. Und wer möchte, kann das gesamte ZBS-Angebot durchforsten.

Wer für wissenschaftliche Arbeiten vertiefte Informationen aus Spezialliteratur benötigt, kann den nationalen Katalog «swisscovery» mit Zugang zu beinahe 500 wissenschaftlichen Bibliotheken auswählen.

Bibliothekssystem mit neuesten Technologien

Mit der «swisscovery»-Teilnahme realisiert die ZBS ein Bibliotheksideal: die Mitwirkung an einem innovativen Verbund mit zukunftsgerichteten technologischen Möglichkeiten.

«swisscovery» eröffnet der Zentralbibliothek auch die Gelegenheit, vom Wissen externer Partner zu profitieren – dies in einem dynamischen Umfeld: Es wird für mittelgrosse Bibliotheken wie der ZBS immer schwieriger, ausreichendes internes Wissen aufzubauen, um mit den rasanten Entwicklungen Schritt zu halten.

Historisches Erbe weltweit sichtbar machen

Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung liegt über zehn Jahre zurück: Damals kam das ambitionierte Anliegen auf, die wertvollen historischen Bestände (alte Drucke, Nachlässe u.a.) der ZBS einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mit der Nachfolgelösung «swisscovery» wird das in der ZBS aufbewahrte historische Erbe des Kantons national und auch weltweit sichtbar gemacht.

«Damit werden Barrieren abgebaut, die den Zugang zu den Schätzen der Bibliothek behinderten», so der Kanton. Zusätzlich hebt die Zentralbibliothek Solothurn die Abonnementsgebühren auf. «Dies ist ein Mittel der Leseförderung und der Chancengleichheit für sozial schlechter gestellte Bevölkerungskreise.»

Damit bestärke sie ihre Funktion als Eckpfeiler der kantonalen und regionalen Bildungs- und Kulturpolitik. Bereits vor zwei Jahren wurden die Jahresgebühren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung (bis 26 Jahre) aufgehoben. (sks)