Konkurseröffnung
Weniger künstliche Sonne in Solothurn: Das Solarium Sunpoint ist nach fast 24 Jahren Geschichte

Das Solarium Sunpoint am Dornacherplatz in Solothurn ist seit Anfang März geschlossen. Wie ist es so weit gekommen?

Judith Frei
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Das Sonnenstudio Sunpoint am Dornacherplatz 21 ist seit März geschlossen.

Das Sonnenstudio Sunpoint am Dornacherplatz 21 ist seit März geschlossen.

Judith Frei

Je brauner die Haut, desto besser. Dieses Credo galt in den 1980er- und 1990er-Jahren. Seither hat sich aber einiges getan. Heute weiss man, wie wichtig Sonnenschutz ist.

Das hat natürlich auch einen Einfluss auf das Geschäft mit der künstlichen Bräune. Seit 2019 dürfen Minderjährige nicht ins Sonnenstudio, die Schweizer Krebsliga würde gar ein komplettes Verbot der Solarien begrüssen. Die UV-Strahlung im Solarium sei eine Belastung für den Körper und erhöht das Hautkrebsrisiko, schreiben die Krebsliga auf ihrer Website.

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Veränderung der Solarium-Landschaft in Solothurn

Auch hier in Solothurn hat sich dieses Jahr die Solarium-Landschaft verändert. Seit Anfang März ist das Solarium Sunpoint am Dornacherplatz 21 geschlossen. An der Türe steht der Grund geschrieben: «Die Sunpoint Freetime AG wurde infolge Konkurseröffnung geschlossen!»

Seit 1998 gibt es in der Vorstadt eine Filiale des deutschen Unternehmens Sunpoint. Der Inhaber und Geschäftsführer der Solothurner Filiale hat auch in Bern eine Filiale geführt. Doch dann kam Corona. Der ehemalige Geschäftsführer erklärt, es sei alles gemacht worden, den Standort aufrechtzuerhalten, aber:

«Die behördlichen Massnahmen haben die Besuchsfrequenzen stark reduziert.»

Gleichzeitig ist er erkrankt. «Daraus resultierend konnte er die Standorte nicht mehr weiter betreiben», sodass beide Standorte in der Schweiz geschlossen werden mussten, erklärt die Medienstelle von Sunpoint in Deutschland.

Weiter: «Leider war es Sunpoint nicht möglich, in der Kürze der Zeit einen geeigneten Nachfolger oder Vertreter zu rekrutieren, dass es aktuell keine Sunpoint-Studios in der Schweiz gibt.» Die Schliessung sei ein persönlicher Entscheid gewesen und habe keinen Einfluss auf die Studios in Deutschland. Jetzt sei man aktiv auf Partnersuche in der Schweiz.

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