Es gehört nicht zu den üblichen Tätigkeiten eines 15-Jährigen, an einer Geschäftsidee herumzugrübeln, erfahrene Köpfe um sich zu scharen und dann eine Firma ins Leben zu rufen. Genau das aber hat Jöel Bonnaventure getan, Kantischüler und neuerdings Unternehmer. Über seine Modefirma «Bonjo Fashion Source AG» vertreibt der Solothurner seine Eigenkreationen.

Dass er die Mode als Geschäftsgebiet fokussiert hat, habe sich mehr oder weniger ergeben. Im Vordergrund steht für Bonnaventure der Reiz an der Geschäftstätigkeit an und für sich. Hoodies (Kapuzenjacken), Schale, Taschen und T-Shirts hat er im Angebot, mehr wird in Zukunft hinzukommen: «Ich möchte das Sortiment fliessend erneuern und jede Saison Neuigkeiten anbieten», verrät der Jungunternehmer.

Sein Angebot richtet sich an Leute zwischen 15 und 30. «In der günstigen Preisklasse gibts viel Etabliertes», erklärt Bonnaventure, «für Kinder und für Erwachsene, aber kaum für junge Leute.» Genau in diese Nische will er springen.

Auf dem richtigen Weg

Ein Team von vier Mitwirkenden schart Bonnaventure um sich. Das Kleinunternehmen im Privatbesitz wird nebenbei geführt: «Niemand ist existenziell von der Firma abhängig. «Klar wäre es schade, wenn die Firma ‹hopps› ginge. Trotzdem haben wir alle noch ein Dach über dem Kopf», findet er. Ober er sich auf der anderen Seite vorstellen könnte, seine ganze Laufbahn auf «Bonjo» auszurichten, weiss er noch nicht.

Steigende Klickzahlen auf seiner Webseite www.bonjo.ch bekräftigen, dass er auf dem richtigen Weg ist, ebenso wie erste Bestellungen. Aber jetzt wird zuerst mal expandiert: So will Bonnaventure über die Schweizer Grenzen hinaus seine Mode anbieten und hat bereits Vertriebpartner für seine Idee gewinnen können. Ebenso arbeitet er selbst mit anderen Modeanbietern zusammen und bietet ihre Ware an. Erste Bilanz will Bonnaventure nach dem ersten oder zweiten Quartal 2014 ziehen.