Fasnacht

In Solothurn fehlt es nicht an Nachwuchs – Narrenzunft Honolulu mit Abstand grösste Zunft am Umzug

Der Trend ist ungebrochen: Kinder werden von Zünften und Gruppen im Umzug integriert.

Der Trend ist ungebrochen: Kinder werden von Zünften und Gruppen im Umzug integriert.

An den beiden grossen Fasnachtsumzügen vom 23. und 25. Februar in der Stadt Solothurn nehmen über 1300 Aktive teil.

Einmal mehr darf sich das Solothurner Publikum auf zwei imposante Fasnachtsumzüge freuen. Über 1300 Aktive nehmen an den kommenden Umzügen teil – verteilt auf 36 Nummern. Nach einem Rekord von fast 400 Kindern im letzten Jahr, nehmen 2020 rund 350 Kinder an den beiden grossen Umzügen Teil. Insgesamt laufen 1324 aktive Närrinnen und Narren an den Umzügen unter dem Motto «jo säg au» mit. Somit sind die Teilnehmerzahlen weitgehend konstant.

Mit 45 Kindern stellt die Wagenbau-Zunft Pistazien das grösste Kontingent an Jungen. Aber auch altgediente Zünfte wie der Hauptgassleist mit 26 oder die 11-i Schränzer Guggenmusik mit 36 Kindern sorgen für genügend motivierten Nachwuchs. Die mit Abstand grösste Zunft, die teilnimmt, ist indes die Narrenzunft Honolulu: 105 Personen, darunter 20 Kinder, sind am Start. Die Honolulesen nehmen mit ihrem Motto «2000 Johr scho us de Socke – mir Römer diö das Stedtli rocke!» Bezug auf das anstehende Jubiläum der Stadt Solothurn.

150 Jahre Fasnacht in der Vorstadt

Unter den 36 Nummer laufen nicht weniger als 16 Wagenbau-Zünfte, 13 Guggen, zwei Tambouren-Formationen, vier weitere Gruppen und mehrere Narren-Nachwuchs-Gruppen mit. Die Wagen der Zünfte sind vor dem Sonntagsumzug auf dem Amthausplatz zu bestaunen. Der längste Wagen misst nicht weniger als 32 Meter, das ganze Gespann sogar 90 Meter.

Eine Wagenbau-Zunft feiert in diesem Jahr ein unglaubliches Jubiläum. Es war im Jahr 1870, als in der Solothurner Vorstadt das erste Mal Fasnacht gefeiert wurde – also vor exakt 150 Jahren. So darf die Fasnachtszunft Vorstadt an zweiter Stelle, nach den wie immer gesetzten Tambouren, die Umzüge eröffnen. Das Motto sagt denn auch klar, was Sache ist: «150 Jahre Fasnacht in der Vorstadt. Das muss gefeiert werden!» Ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern die Glunggehüpfer, seit 1990 bereichern sie die Solothurner Fasnacht. Sie laufen unter dem Motto «Glunggehüpfer sit 30 Johr! Jo säg au, isch das würklech wohr?».

Klima, Trump und Krokus

Vielversprechend tönen weiter die zahlreichen politisch gefärbten Mottos. Mit «Greta und die starken Männer» greift der Hauptgassleist ein topaktuelles Thema auf. In dieselbe Kerbe schlagen die Kladeredätsch: «Jo säg au es grüens Stadtklima, finge mir Kladere-Bäum prima». Ein weltpolitisches Thema mit Blick auf die USA nimmt die Tannewägzunft auf: «Jo säg au, us Presidänt cha jede kandidiere, drum duet dr Winnetou vorem wiisse Huus campiere!». Regionaler marschiert die Weststadtzunft unter dem Motto «Krok-us und fertig», Bezug nehmend auf das Aus der bekannten Rock-Band Krokus. Hier setzen auch die Herrengääger an und würdigen die Band mit dem Motto «Krokiss – Byebye-Tour in Honolulu».

Die Auflösung der politischen Statements gibt es während der zwei grossen Fasnachtsumzüge, am Fasnachtssonntag, 23. Februar, sowie am Dienstag, 25. Februar, jeweils ab 14.31 Uhr. Übrigens: Die Fasnachtsplakette gilt als Eintrittsbillett für die Umzüge. Der grösste Teil des Erlöses aus dem Plakettenverkauf geht an die aktiven Narren zurück.

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