Filmtage-Beizen
Im «Salzhaus» bestimmt der Filmstart das Menü

14 «Gault Millau»-Punkte, stilvolles Ambiente und die Nähe zum Landhaus: An den Filmtagen ist das Restaurant Salzhaus eine beliebte Adresse.

Wolfgang Wagmann
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So siehts im Salzhaus während der Filmtage aus.
10 Bilder
Das Dorschfilet auf Rüeblirisotto mit Cime di Rapa.
Das Salzschälchen steht für das Salszhaus.
Hier dampfts und brodelts wie im Zaubertrankkessel von Miraculix.
Hier wird exakt gearbeitet.
Lachs zubereiten im grossen Stil.
Mittagsmenue Rindspaillard mit Brotkartoffeln und Salat.
Punktekoch Christian Härtge freut sich über die zusätzlichen Filmtagegäste.
Stilvoll dinieren auch während der hektischen Filmtage.
Tabera Eberhard, die Freundlicheit in Person am Empfang.

So siehts im Salzhaus während der Filmtage aus.

Wolfgang Wagmann

«Der Mittag läuft gut. Wir haben ein schnelles Menü für einen guten Preis.» Tatsächlich, Tabera Eberhard, welche die Gäste im «Salzhaus» empfängt, hat nicht zu viel versprochen. Das Rinds-Paillard mit Bratkartoffeln und Spinat für eine Zwanzigernote sieht nicht nur prächtig aus, es schmeckt auch so. Etwas teurer ist das Dorschfilet auf Rüebli-Risotto mit Cime di Rapa. Einfach delikat. Schade nur, das es den Riesling-Sylvaner von der Mosel dazu nicht mehr im Offenausschank gibt. Der empfohlene Portugiese ist zwar akzeptabel, aber ...

«Muss flexibel sein»
Inzwischen füllt sich das Restaurant zusehends, auf den ersten Blick eher mit Geschäftsleuten als mit Filmtagebesuchern. «Wir kochen keine Filmtage-Spezialitäten, sondern das gewohnte Angebot», erklärt Chefkoch Christian Härtge inmitten seiner ruhig agierenden Küchencrew. «Unser Bekanntheitsgrad hat zugenommen», verweist er auf die gestiegenen Anforderungen an sein Team. «An den Filmtagen muss man flexibel sein. Viele wollen nur einen Hauptgang und zu einer bestimmten Zeit fertig gegessen haben.»

Was auch Tabera Eberhard bestätigt: «Die Leute sind sehr dankbar, wenn sie zehn Minuten vor dem nächsten Filmbeginn die Rechnung haben.» Vor allem am Wochenende sei der Andrang aufs Restaurant gross gewesen, «doch die Stimmung war immer bestens. Die Filmtage bringen ein bisschen Leben in den Januar», freut sich Eberhard.

Natürlich ist die Abendkarte mit dem 4-Gang-Menü das Aushängeschild der «Salzhaus»-Küche, auch wenn derzeit viele aus Zeitmangel auf eine von Härtges Stärken verzichten: das Dessert. Derzeit gehören zudem viele Apéros zum abendlichen Eindruck im Gourmet-Lokal am Landhausquai.

«Die ersten Gäste haben sogar schon draussen gegessen», spricht Tabera Eberhard die aktuellen Frühlingsgefühle am Aaremüürli an. Auf die Frage nach den beliebtesten Delikatessen an seinen siebten Filmtagen als Chefkoch, weiss Christian Härtge wie aus der Pistole geschossen: «Die Bio-Forelle vom Blausee wird sehr gerne gegessen. Und dann laufen alle Rindfleischspezialitäten vom Big Green Egg hervorragend.»