Solothurn

Gesundheitszentrum in Planung: Diese Therapeuten wollen keine «Eigenbrötler» sein

Ein Teil des Therapeutenteams des in Solothurn geplanten Gesundheitszentrums (Zweite von links: Initantin Martina Kohler).

Ein Teil des Therapeutenteams des in Solothurn geplanten Gesundheitszentrums (Zweite von links: Initantin Martina Kohler).

Martina Kohler hat einen Traum, der vielleicht schon bald Wirklichkeit wird: In der Stadt Solothurn soll ein ganzheitliches Gesundheitszentrum entstehen. 16 Therapeuten teilen Kohlers Begeisterung und helfen bei der Realisierung des Projektes mit.

Sang-Klang-Therapie, Körperarbeit, homöopathische Behandlung und Yoga-Kurse – Martina Kohlers Vorstellungskraft reicht weit. In eben dieser Vorstellungskraft wurzelte auch ihre Idee für den Aufbau eines ganzheitlichen Gesundheitszentrums in der Stadt Solothurn. «In einem solchen Gesundheitszentrum können sich Menschen aller Art behandeln und betreuen lassen», erklärt Kohler. Anbieten möchte die gelernte Pflegefachfrau alles, was ergänzend zur herkömmlichen Schulmedizin wirkt. Damit will die Initiantin einerseits eine mögliche Konkurrenzsituation mit den bereits vorhandenen Ärztepraxen vermeiden und andererseits die Kombination verschiedener komplementärmedizinischer Therapieformen fördern.

Dieses Ziel könne jedoch nur durch vernetztes Arbeiten erreicht werden, unterstreicht Kohler an dieser Stelle. Das Schlagwort «Teamwork» fällt – ein Aspekt, in welchem Kohler einen grossen Pluspunkt für selbstständige Fachpersonen sieht. «Der Zusammenschluss verschiedener Therapeuten gibt Einzelunternehmern die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen.» Denn: «Viele selbstständige Heilpraktiker kämpfen jeweils alleine ums Überleben, da alle auf sich konzentriert sind», so Kohler.

Im Winter soll das Gesundheitszentrum eröffnet werden

Info-Broschüren verschicken, einen Termin vereinbaren und sich austauschen, lautete kurz zusammengefasst das Vorgehen der Projektleiterin bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Angeschrieben wurde dabei aber keineswegs nach Lust und Laune: «Ein paar Therapeuten sassen von Anfang an mit im Boot», lacht Kohler. Diese kenne sie aus ihrem beruflichen Umfeld und hätten ihr, sobald sie von dem geplanten Zentrum gehört hatten, sofortiges Mitwirken zugesichert, freut sich die Initiantin. Auf diese Weise konnte sie sich in ihrer Mitarbeitersuche voll und ganz auf die noch nicht vertretenen Fachbereiche konzentrieren.

Mit den neu kontaktierten Therapeuten habe sie dann jeweils schnell das persönliche Gespräch gesucht, hält Kohler fest. «Zum Schauen, ob eine Zusammenarbeit sowohl auf der fachlichen, wie auch auf der persönlichen Ebene passen würde», gibt sie zu verstehen.

«Gepasst» hat es dabei wohl bei einigen, denn mittlerweile hat Kohler ein 16-köpfiges Team zusammengestellt, mit welchem Mitte März bereits die erste offizielle Sitzung stattfand. Die Sitzung diente dem Zweck, die Heilkundigen untereinander bekannt zu machen sowie über die nächsten Schritte in Sachen Aufbau des gesundheitlichen Zentrums zu informieren.

Geplant sind zehn bis zwölf Therapieräume, welche die behandelnden Fachpersonen teils gemeinsam nutzen werden. Was den genauen Standort betrifft, so meint Kohler lediglich, dass sie zwei geeignete Objekte in der Stadt Solothurn in Aussicht habe. Ihr Ziel ist es, im kommenden Herbst eine der beiden Lokalitäten beziehen zu können und dann spätestens im Winter die Pforten ihres Gesundheitszentrums für die Öffentlichkeit zu öffnen.

Ein entscheidender Vorteil

Die Solothurner Yogalehrerin Liselotte Staub gehört nicht zu besagtem Team von Heilkundigen. Da der Projektleiterin Kohler von Beginn an Fachleute aus dem Bereich «Yoga» zur Verfügung standen, wurden keine weiteren Personen aus diesem Metier angeschrieben. So auch nicht eben erwähnte Liselotte Staub aus Solothurn. Diese stört sich allerdings nicht gross daran. Als selbstständige Yogalehrerin würde sie ohnehin nicht auf ihre Freiheit, sich Ferienplan sowie Arbeitszeiten frei einteilen zu können, verzichten wollen, meint Staub.

Diesem Einwand zum Trotz erkennt Staub im Zusammenschluss mehrerer Therapeuten einen entscheidenden Vorteil: «Wenn verschiedene Fachbereiche an ein und demselben Ort vertreten sind, kann gemeinsam für eine optimale Behandlung der Patienten gesorgt werden.» Auch zweifelt die langjährige Therapeutin nicht daran, dass Kohlers Gesundheitszentrum in Solothurn Anklang finden wird: «Solothurn ist grundsätzlich offen. Offen für Projekte wie dieses hier.»

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