Solothurn

Freibad öffnet am Samstag für 1'900 Personen – Saisonabos werden nun doch verkauft

Das Konzept für die Öffnung des Solothurner Freibads am Samstag steht definitiv fest. Es dürfen sich nicht mehr als 1900 Personen in der Badi aufhalten, Saisonsonabos werden nun doch verkauft.

Im Norden der Anlage wird die braune Erde gewalzt; der Rasen lässt noch auf sich warten. Letzte Spuren der Sportbecken-Sanierung in diesem Winter. Chefbadmeister Pascal Prétôt freut sich über den 30 cm höheren Wasserstand: «Damit können Maschinen und Geräte besser eingebracht werden.» Ansonsten steht ihm und seinem Team Mehraufwand ins Haus, wie die langen Reihen Vaubanständer vor dem Kassenhäuschen ankünden.

Maximal 1900 Personen dürfen laut dem Bundesamts für Gesundheit die Anlage benützen. Dies führt zu höheren Kosten, und erst am Freitagnachmittag hatte die GKR deren Übernahme beschlossen und so den Weg für den Publikums-, statt reinen Schwimmbetrieb geebnet. 1900 Eintritte, kontrolliert durch Securitas-Leute, entsprechen «etwa der Hälfte an einem schönen Spitzentag», schreibt die Stadt.

Sprungturm zu, die Spielwiese auch

Beschränkungen gibt es einige: So bleibt der Sprungturm geschlossen, «und die Spielwiese darf nur als Liegewiese benutzt werden», erklärt Stadtschreiber Hansjörg Boll. Immerhin soll ein elektronische Anzeige beim Eingang die noch verfügbaren Plätze melden, «und wir werden diese auch im Internet kommunizieren.» Die strenge Eintrittskontrolle mit einer ständigen Überwachung ist jedoch nur das eine. Auch bei Duschen, Toiletten und Garderoben gibt es Einschränkungen: Letztere sind mitsamt Kästchen im alten Badi-Trakt gesperrt, und «es wird empfohlen nach dem Badbesuch möglichst zu Hause zu duschen», so die Stadt.

Schach, Tischtennis und Liegestühle im alten Badi-Bereich sind kein Thema, Sonnenschirme - sie werden nach Gebrauch desinfiziert - und Beachvolleyball sogar mit eigenen Bällen dagegen schon. Beim Gehen um die Becken ist im Einbahn-System den Pfeilen auf dem Boden zu folgen; im Becken selbst wird pro Bahn nur in einer Richtung geschwommen; das Kreisschwimmen findet auf zwei Bahnen statt. Im Wasser gilt: Nur einer Person ist auf zehn Quadratmetern der Aufenthalt erlaubt.

Die Einhaltung der Abstands. und Gruppenregeln von maximal 30 Personen liege «in der Eigenverantwortung der Badegäste». Das Aufsichtspersonal muss für die Einhaltung besorgt sein; es wird die geltenden Regeln auch per Lautsprecher dem Publikum übermitteln. Und ‑ falls es zu gravierenden Verstössen ohne Einsicht der Sünder kommt ‑ sogar eine Schwimmbad-Wegweisung verhängen.

Möglich sein werden jedoch Schwimmkurse für für die städtischen Schulen. Diese erhalten gegen eine Voranmeldung auch freien Zugang. Sie müssen allerdings die Badi als Gruppe unter Aufsicht einer Lehrperson betreten und verlassen.

Das Restaurant wird am Mittwoch geöffnet

Klarheit herrscht jetzt auch für das Suteria-Team, welches das Badi-Restaurant betreibt. «Alles war sehr kurzfristig, deshalb eröffnen wir das Restaurant erst am Mittwoch», erklärt Leiter Tom Meier. Auch hier gelten die für Restaurants üblichen Regeln. Vor allem müssen die Gäste das Restaurant vorne betreten und hinten wieder verlassen ‑ Kreuzen ist verboten. «Das Angebot wird jedoch nicht reduziert. Wir haben aber statt 200 nur 80 Plätze, alles Vierertische bis auf zwei grössere Familientische», meint Meier zur aktuellen Situation. Überrannt dürfte die Badi in nächster Zeit ohnehin nicht werden: Petrus scheint Virologe zu sein und vermeidet derzeit mit viel Tiefdruckeinfluss grössere Ansammlungen.

Öffnungszeiten
Juni bis August von 8 bis 20 Uhr, für Vereine zusätzlich von 20.15 bis 22 Uhr. Events wie das Vollmondschwimmen finden diese Saison keine statt.

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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