Vor einem Jahr erschütterte die Konkurs-Ankündigung von OVS die Schweizer Modebranche. Nach nur eineinhalb Jahren warf der Schweizer Ableger des italienischen Modekonzerns Oviesse als Nachfolgerin von Charles Vögele das Handtuch und gab in der ganzen Schweiz seine Filialen auf. So auch im August 2018 an der Hauptgasse 21, wo ganz früher das Warenhaus Von Felbert älteren Solothurnern noch ein Begriff gewesen war.

Ladenfläche zugunsten von Wohnraum reduziert

Die Besitzerin des stattlichen Altstadthauses direkt neben dem Gerechtigkeitsbrunnen, die Zürcher Immobilienfirma Loreda Real Estate GmbH, hat nun ein Umbaugesuch zur Liegenschaft publiziert. Primär soll aus dem bisherigen reinen Geschäftshaus neu ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Als Ladenfläche werden laut Baugesuch noch das Erdgeschoss und das Untergeschoss mit jeweils gut 200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche aufgeführt. In den fünf Obergeschossen dagegen sollen unterschiedlich grosse Wohnungen entstehen – darunter solche mit 3,5 Zimmern ebenso wie eine grosse Loft-Einheit mit mehr als 250 Quadratmeter n Bruttogeschossfläche.

Ähnliche Pläne nebenan

Damit verfolgen die Zürcher Besitzer ähnliche Absichten wie die Zuger Immobilienfirma Newport Swiss AG, die nebenan das ehemalige Kinderparadies Bohnenblust erworben hat und die grosse Liegenschaft ebenfalls umbauen und neu nutzen will. Auch dies gemäss dem aktuellen Trend: Geschäftsflächen reduzieren zugunsten von Wohnungen oder Büros in den Obergeschossen – aufgrund der zunehmenden Probleme im Detailhandel.
Für beide Liegenschaften sind noch keine Geschäftsflächen-Mieter bekannt. Bei der Loreda Real Estate GmbH ist das dafür zuständige Geschäftsleitungsmitglied Claudia Daxelhoffer derzeit nicht erreichbar. In der Leitung der Zürcher Firma sitzt übrigens auch der bekannte Multi-Milliardär Hansjörg Wyss.