Regio Energie Solothurn
Elfmal eine erbauliche Lektüre - und genau 1111 mal zu haben

Die Regio Energie Solothurn hat zum vierten Mal ein illustriertes Buch mit Solothurner Geschichten herausgegeben. Thema diesmal ist «BauWerke – 11 erbauliche Solothurner Geschichten».

Katharina Arni-Howald
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Sie haben die erbaulichen Geschichten verfasst (v. l.): Livia Huber, Reto Stampfli, Johnny Sollberger, Reto Sperisen, Reto Stampfli, Fabian Schäfer, Max Wild und Illustrator Peter Henzi.

Sie haben die erbaulichen Geschichten verfasst (v. l.): Livia Huber, Reto Stampfli, Johnny Sollberger, Reto Sperisen, Reto Stampfli, Fabian Schäfer, Max Wild und Illustrator Peter Henzi.

Hansjoerg Sahli

Warum hat der St. Ursenturm nicht zwei Türme? Wie fühlt es sich an- eine «Leporello»-Brücke zu sein? Was heisst das, neben einem Wasserturm aufgewachsen zu sein? Und was hat Gottfried Keller bewogen, sich – zwar erfolglos – gegen den Abbruch einer Schanze zu wehren? Und schliesslich: Warum war die Schweizerische Centralbahn dafür verantwortlich, dass es in Solothurn kein Dampfschiff gegeben hat?

Rechtzeitig im Dezember liefert die Regio Energie Solothurn Lesestoff für lange Winterabende. Vor geladenen Gästen präsentierte sie im Rahmen eines literarischen Langzeitprojekts elf unterhaltsame Geschichten zum Thema «BauWerke – 11 erbauliche Solothurner Geschichten».

Der erste Band befasste sich mit Solothurner Geschichten aus verschiedenen Zeiten, der zweite stand unter dem Motto «Chargé pour Soleure – 11 genussreiche Solothurner Geschichten», und der dritte war der Solothurner Fasnacht und ihren närrischen Gepflogenheiten gewidmet.

Was wäre, wenn?

An Ideen mangelt es auch in der neuesten Ausgabe nicht. Dafür sorgen die lokalen Autoren Reto Sperisen, Johnny Sollberger, Reto Stampfli, Fabian Schäfer, Max Wild und die Kantonsschülerin Livia Huber. Allen sechs gemeinsam ist die Lust am Fabulieren und der Hang, nicht alles so ernst zu nehmen. Nebst der Aufgabe, den Lesenden alt ehrwürdige und neuzeitliche Bauwerke näherzubringen, bleibt genug Raum fürs Dichten und sprachliche Höhenflüge.

Als Gastgeber des Kofmehl hatte Johnny Sollberger als Einziger die Gelegenheit, seine Geschichte zusammen mit Reto Stampfli vorzulesen und ein Loblied aufs Kofmehl zu schreiben. «Wie würde es auf diesem Flecklein Erde aussehen, wenn das Projekt «neue Kofmehlhalle» nie hätte realisiert werden können?», fragt sich der Kofmehl-Mitarbeiter, der stolz auf ein Bauwerk mit einer speziellen Architektur ist. Was, wenn das CIS auf das Grundstück zugegriffen hätte und Roger Federer heute im Ramada nächtigen, im Salzhaus speisen und mit seinen Kindern auf dem Spielplatz bei der Chantierwiese herumtollen würde?», fragt sich Sollberger mit einem Schmunzeln. Oder was, wenn die Wasserstadt die Möglichkeit bekommen hätte, sich auf diesen Platz zu verschieben und es keinen Stadtmist mehr gäbe, um den man sich kümmern müsste?

Mit einer märchenhaften Erzählung über den Chrummturm stellt das Nesthäkchen unter den Autoren Livia Huber sein Schreibtalent unter Beweis. Fabian Schäfer erzählt eine spannende Geschichte über das Alte Zeughaus und Reto Stampfli widmet sich einem verborgenen Juwel in einer Solothurner Gasse. Illustriert hat den Band Peter Henzi.

Rundum zufrieden mit dem neuesten Band zeigte sich der Direktor der Regio Energie, Felix Strässle, an der Buchvorstellung. Hinter den Geschichten stecke eine Menge Arbeit, was von den zahlreich erschienenen Gästen auch entsprechend applaudiert wurde.

Die auf 1111 limitierten Exemplare der aktuellen Ausgabe sind im Buchhaus Lüthy zu finden.