Der kritische Leserbrief einer Anwohnerin brachte den Stein ins Rollen: Ob sich denn niemand für den 120-jährigen Mammutbaum neben dem Museum wehre? Damit wurden offene Türen eingerannt: Auf ein entsprechendes Baugesuch gingen Einsprachen von 15 Privatpersonen sowie eine der Organisation Pro Natura ein, wie am Mittwoch das Stadtbauamt auf Anfrage bestätigte.

Schutz wurde aufgehoben

Doch einen wichtigen Punkt bestätigt die Leiterin Stadtbauamt, Andrea Lenggenhager, erneut: «Der Schutz des Baums wurde mit der Genehmigung der Ortsplanung im Jahr 2002 durch den Regierungsrat aufgehoben.» Irritierend bei der Lektüre des aktuellen Naturinventars ist jedoch die Tatsache, dass die Gartenanlage auf der Bauparzelle immer noch als kantonal geschützt aufgeführt wird – unter expliziter Nennung des Mammutbaums.

Der Eintrag werde beibehalten, auch wenn der Baum - einer von noch drei Exemplaren in Solothurn – laut dem Beschluss von 2002 nun gefällt werden könnte. Weichen soll er der Wohnüberbauung «Villa Blumenstein», welche die Balsthaler Investorin Imey AG auf dem Privatgrundstücke neben dem Museum Blumenstein realisieren möchte.