Solothurn

Ein Pop-up-Projekt soll nicht nur die Judengasse beleben

An der Judengasse soll ein Pop-Up-Laden entstehen. (Archiv)

An der Judengasse soll ein Pop-Up-Laden entstehen. (Archiv)

Im Herbst hatte der Gemeinderat der IG Innenstadt 40'000 Franken für erste Aktivitäten zur Belebung der Stadt und für Massnahmen gegen das «Lädelisterben» gesprochen. Mit im Boot bei der IG Innenstadt ist auch die Standortförderung Espace Solothurn mit Esther Luterbacher. «Wir verfolgen die Einführung eines City Messengers, wie ihn St. Gallen kennt. Doch daneben wollten wir nicht nur konzeptionelle Papiere produzieren, sondern auch ein konkretes Projekt anstossen und realisieren.»

Damit meint Luterbacher die Eröffnung eines Pop-up-Lokals in einem verwaisten Ladenlokal an der Judengasse 3. Unter «Pop-up» versteht man die interimistische Zwischennutzung leer stehender Geschäftsräume, ein boomendes Modell in vielen Altstädten mit Leerständen. Eröffnet wird das Projekt diesen Samstag mit einer Design-Börse für Vintage-Möbel; «damit bespielen wir das Ladenlokal den ganzen Februar über», so Luterbacher. Im März soll bis Ostern ein Angebot von Design-Kleidern folgen.

Geplant sei eine Belegung des Geschäfts mit Zwischennutzungen bis in den Sommer hinein, wobei die IG Innenstadt mit ihren verfügbaren Mitteln auch zum Mietzins beitragen kann. Allerdings macht Esther Luterbacher bereits heute klar, dass die 40'000 Franken nur ein Impuls-Beitrag gewesen seien und man um zusätzliche Mittel ersuchen werde. «Aber wir hoffen, dass durch solche Zwischennutzungen mit spannenden Geschäftsmodellen, die Solothurn bisher nicht kennt, zusätzlich Leben in die Stadt kommt.»

Lesung aus dem Ikea-Katalog inklusive

Die Design-Börse an der Judengasse 3, hinter der Mathieu Haudenschild, Sandra Boner und Schauspieler Jens Wachholz stehen, eröffnet diesen Samstag ab 11 Uhr. Am Samstag, 9. Februar, liest Wachholz dann aus dem neuesten Ikea-Katalog «und anderen Unstimmigkeiten»; zum Abschluss am 29. Februar gibts eine grosse Auktion. (ww)

Geöffnet: Donnerstag von 15 bis 20 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 16 Uhr.

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