Das Motto «ahnungslos» bewegte viele Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Solothurn zur Einreichung ihrer vielfältigen kreativen Texte, von Gedichten über Kriminalgeschichten bis hin zu philosophischen Essays. Die sechs Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs wurden vor Kurzem in der Mediothek der Kantonsschule prämiert: Begabtenförderung mal ganz anders.

Den dritten Platz der unteren Altersklasse (1. Gymnasium, 1. Fachmittelschule, 1.-2. Sek P) belegt Adrian Peter Küenzi, der in seiner Kriminalgeschichte «Opfer mit Gewinn» einen toten, straffällig gewordenen Grossvater zu Wort kommen lässt. Lotta Butters, die Zweitplatzierte, verarbeitet mit ihrem lyrischen Text «Warten» literarisch einen Chatroom. Und die Siegerin Lea Nützi nimmt mit «Die Spieluhr» Disneys Titelsong des Films Anastasia als Grundlage für eine Mordgeschichte.

Von der Philosophie zur Magie der Farben

Innerhalb der zweiten Kategorie (2. bis 4. Gymnasium, 2. bis 3. Fachmittelschule, 1. Fachmaturität) fand der philosophische Essay «Ahnungslos durch Herz und Verstand» von Michelle Dobler Anklang (dritter Platz). Den zweiten Platz belegt «Lichtwärts» von Livia A. Eckert, ein Text über einen Baum, der sich durch alle Veränderungen und wechselnden Farben durchkämpft. Die Autorin konnte leider aufgrund eines Austauschjahres in Australien nicht anwesend sein.

Und schliesslich ging der erste Platz an Jennifer Gasser, die mit «Venus» starre Plastikfiguren in Souvenir-Geschäften zum Leben erweckt und einen völlig neuen literarisch-romantischen Zugang wählt. Diesen Gewinnertext gibt es hier nachzulesen.

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Feierlich umrahmter Anlass

Durch den Abend geführt und musikalisch begleitet wurden die zahlreichen Anwesenden von Elvira Schneider (Laudatio) und Jan Schneider (Lesung und Musik). Ursula Naef, die Leiterin der Mediothek, liess mit ihrem Team den Abend mit einem Apéro ausklingen. Die Preise (Büchergutscheine) wurden vom Buchhaus Lüthy zur Verfügung gestellt.