Nachgefragt
Die Erfolgsrezepte der Volkshochschule?

Barbara Käch, die Geschäftsleiterin der Volkshochschule Solothurn im Interview.

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Geschäftsleiterin Barbara Käch.

Geschäftsleiterin Barbara Käch.

Wolfgang Wagmann

Warum ist die Volkshochschule Solothurn die grösste der Schweiz?

Die Volkshochschule Solothurn ist sowohl bezüglich Teilnehmerstunden wie auch bezüglich Umsatz zur grössten der Schweiz geworden. Dies vor allem dank den Leistungsaufträgen des Kantons, die die Volkshochschule in Submissionsverfahren gewonnen hat. Hier handelt es sich um Deutsch-Integrationskurse (Auftrag ASO), um Stellenbewerbungskurse (Auftrag AWA) und um Deutsch für den Arbeitsmarkt (Auftrag AWA).

Welche Bevölkerungsgruppe spricht die Volkshochschule am meisten an?

Der Bereich Sprachen (der grösste Bereich) wird von einer sehr breiten Klientel besucht, von 18 bis 80 Jahren, aus Freude an der Sprache oder weil jemand ein Zertifikat für den Beruf braucht. Der klassische Bildungsbereich (Geschichte, Philosophie, Kunst, Naturwissenschaft) spricht eher ältere Personen an. Im Bereich Arbeitswelt sind es Personen zwischen 30 und 50 Jahren, die Computerkurse werden häufig auch von älteren Personen besucht, die den Umgang mit dem Computer lernen möchten. Für alle unsere Kurse gilt: hohe Qualität zu erschwinglichen Preisen für ein möglichst breites Publikum.

Wie finanziert sich die Volkshochschule Solothurn?

Die Volkshochschule ist selbsttragend und finanziert sich nur über Kursgelder und über die Leistungsaufträge des Kantons Solothurn. Durch den Wegfall der kantonalen Subventionen Ende der Neunzigerjahre war die Volkshochschule Solothurn gezwungen, innovativ und effizienter zu werden, sodass sie unabhängig vom Kanton ihre Bildungsangebote erarbeiten kann. (ww)

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