Die Jesuitenkirche ist auch ohne sie einen Besuch wert, doch jetzt lohnt sich dieser erst recht: Im rechten Seitenschiff ist nun wieder die barocke Ambassadorenkrippe zu bestaunen. Sie ist eine Arbeit des Solothurner Frauenklosters St. Joseph, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Jede der Figuren besitzt einen erstaunlich lebensecht wirkenden Wachskopf mit individuellen Gesichtszügen, echtem Haar und sorgfältig gearbeiteten Glasaugen.

Die mit ausgeklügelten Gelenken ausgestatteten Holzkörper sind frei beweglich. Die reichen Kleider, die den Figuren ihre barocke Pracht verleihen, wurden in den 1920er-Jahren von Emilie Gunzinger und in den 1950er-Jahren von Schwester Clara mit historischen Paramentstoffen erneuert und 2006 dank vielen «Gotten» und «Göttis» erneut renoviert.