Solothurn
Der Wochenmarkt findet weiterhin statt — was Kunden teils überrascht

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Der Wochenmarkt findet wie gewohnt am Mittwoch und Samstag statt. (Archivbild)

Der Wochenmarkt findet wie gewohnt am Mittwoch und Samstag statt. (Archivbild)

Bruno Kissling

Bereits Ende Dezember nachdem der Kanton Solothurn die Massnahmen verschärfte und alle Verkaufsgeschäfte und Märkte schloss, waren die Konsumentinnen und Konsumenten verunsichert, was das für den Wochenmarkt bedeutet. Wird er wie gewohnt weiterhin stattfinden oder nicht? Da an den Wochenmärkten ausschliesslich Produkte des täglichen Bedarfs verkauft werden, durfte der Märet am Mittwoch und Samstag weiterhin durchgeführt werden.

In einigen anderen Kantonen, wie beispielsweise in Bern, konnten bis Mitte Januar alle Läden weiterhin offen bleiben. Angesichts der kritischen Coronalage verschärfte der Bundesrat jedoch schliesslich vergangene Woche die Massnahmen und die Läden mussten schweizweit ab dem 18. Januar schliessen. Ausnahme: Läden für Güter des täglichen Bedarfs dürfen geöffnet bleiben.

Wie uns Elsbeth Lanz von der Interessengemeinschaft (IG) Wochenmarkt Solothurn am Montag telefonisch mitteilte, habe sie Angst, dass dank der neuen Massnahme der Wochenmarkt am Mittwoch nicht besucht werde. Denn viele denken, dass er nicht mehr stattfinden könne. «Wir haben etliche Mails und Telefonanrufe mit Anfragen erhalten», fügt Lanz hinzu.

Wie uns Jasmin Streit, Verkäuferin eines Standes, mitteilt, waren die Leute am Wochenmarkt am Mittwoch ungefähr im gleichen Rahmen wie im letzten Jahr anwesend. «Es ist jedoch schwierig zu beurteilen». Am Mittwoch reagierten die Kunden und Kundinnen jedoch teils überrascht, dass der Wochenmarkt durchgeführt werde, stellt die Verkäuferin fest.

Auch Denise Reinhart vom Heissackerhof in Rüttenen, die mit ihrem Mann einen Stand am Wochenmarkt hat, teilt auf Anfrage mit, dass viele Kunden erstaunt waren, als sie den Märet in der Stadt sahen. «Da der Monatsmäret abgesagt wurde, haben viele das Gefühl, der Wochenmarkt findet auch nicht statt», fügt die Standinhaberin hinzu.

Trotz Verwirrung sind am Mittwoch jedoch wieder mehr Konsumentinnen und Konsumenten in die Altstadt gekommen, als an den letzten zwei Wochenmärkten, sagen Streit und Reinhart. (hol)