Bürgergemeinde

Der Wald ist nicht nur «Kraftort» sondern auch beim Klimawandel ein Thema

Die Bürgergemeinde Solothurn ist an der diesjährigen HESO-Sonderschau «Kraftort Wald» zusammen mit dem Kanton und den privaten Waldbesitzern stark beteiligt. Parallel dazu stellt sie ihre Waldung im Gebiet Martinsflue für Führungen zur Verfügung. So lag es nahe, den Bürgertag dort durchzuführen.

Bürgergemeindepräsident begrüsste Sergio Wyniger eine ansehnliche Schar «seiner» Bürgerinnen und Bürger im Festzelt hinter dem Pfadiheim St. Urs. Er rief in Erinnerung, dass die Bürgergemeinde nach wie vor die grösste Waldbesitzerin im Kanton sei. Danach ging es in Gruppen in den Wald. Für die eine galt es, den ausgedehnten Kraftort Martinsflue zu erfahren.

Eine andere Gruppe hörte viel Wissenswertes über heilende Kräuter, die im Wald zu finden sind und über Essbares, das dort wächst. Unterwegs begegnete man etlichen Erholungseinrichtungen im Wald, wie Wanderwegen und Bike-Trails, Feuerstellen – man erahnt die Konfliktzonen. Trotzdem stellen die Besitzer ihren Wald der Öffentlichkeit gratis zur Verfügung und heissen gerne Gäste willkommen, wenn sich diese denn auch wie solche benehmen.

Für zwei weitere Gruppen waren die Waldbewirtschaftung und der Klimawandel Themen, die eng miteinander verbunden sind. Wenn gleich viel Holz geerntet wird, wie nachwächst, wird kein Raubbau getrieben. Dass dem Prinzip Nachhaltigkeit längerfristig nachgelebt werden kann, müssen klimatische Entwicklungen permanent verfolgt werden um Rückschlüsse ziehen zu können, die es erlauben, Baumarten zu begünstigen, die den sich wandelnden klimatischen Bedingungen gewachsen sind. Auf der Martinsflue riss der Sturm Burglind eine Schneise in den intakten Wald. Das gefallene Holz musste so rasch als möglich entfernt werden. Es drohte die Käfergefahr und die Holzpreise sanken. (mhs)

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