Filmtage

Das ist die Jury des Prix de Soleure 2019

Noémie Schmidt, Nicola Forster und Esen Isik.

Noémie Schmidt, Nicola Forster und Esen Isik.

Die Regisseurin Esen Isik, die Schauspielerin Noémie Schmidt und Nicola Forster, Präsident des Schweizer Think Tanks foraus, vergeben den «Prix de Soleure» der 54. Solothurner Filmtage. Die Jury verleiht den mit 60'000 Franken dotierten Preis am 31. Januar 2019 an der «Soirée de clôture».

Die 54. Solothurner Filmtage finden vom 24. bis 31. Januar 2019 bis statt. Für den Wettbewerb «Prix de Soleure» nominiert die Auswahlkommission sieben bis zehn aktuelle Spiel- oder Dokumentarfilme, die formal überzeugen und gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt stellen.

Die nominierten Filme und das komplette Programm der 54. Solothurner Filmtage werden am 13. Dezember 2018 bekannt gegeben. Jetzt ist aber schon klar, wer den Prix de Soleure küren wird. Es sind dies Esen Isik, Noémie Schmidt und Nicola Forster.

Esen Isik wird 1969 in Istanbul geboren und besucht dort das Gymnasium. Von 1985 bis 1990 arbeitet sie in ihrer Heimatstadt am Jugendtheater Kartal. 1990 kommt sie in die Schweiz und ist während zwei Jahren in der Basler Jugendberatungsstelle «Kaffe Schlappe» tätig. Ab 1992 studiert Esen Isik Film und Video an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihr Abschlussfilmfilm «Ölmeye Yatmak» wird 1997 als beste Diplomarbeit ausgezeichnet und für den Schweizer Filmpreis nominiert. Es folgen mit «Babami Hirsizlar Caldi» oder «Du&Ich» weitere preisgekrönte Kurzfilme. 2012 begründet Esen Isik die TriAkt Filmproduktion mit. In ihrem ersten langen Spielfilm «Köpek» (2015) setzt sie sich mit gesellschaftlich überlieferter Gewalt auseinander. «Köpek» wird in fünf Kategorien für den Schweizer Filmpreis 2016 nominiert und mit den Preisen für den besten Film und die beste Darstellerin ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Esen Isik an ihrem nächsten Spielfilm «Abdullah und seine Söhne». Neben ihrer Arbeit als Autorin und Regisseurin engagiert sie sich im Zürcher Frauenhaus und in der Beratungsstelle Zürcher Oberland.

Noémie Schmidt kommt 1990 in Sitten zur Welt. Nach der Schauspielausbildung an der Theaterschule Jacques Lecoq in Brüssel verkörpert sie in «Coda» von Ewa Brykalska erstmals eine Rolle für die Leinwand. Ihr Filmdebüt wird in Frankreich mit mehreren Schauspielpreisen ausgezeichnet. 2014 gibt sie in der internationalen Serie «Versailles» die Herzogin von Orléans. In «L’étudiante et Monsieur Henri» (Regie: Ivan Calbérac) spielt sie an der Seite von Claude Brasseur und wird für den César Révélations 2016 nominiert. 2017 nimmt Noémie Schmidt an den 52. Solothurner Filmtagen den Schweizer Fernsehfilmpreis als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in «La lumière de l’espoir» von Silvia Quer entgegen.

Die Walliserin lebt in Paris, wo sie als Schauspielerin und Produzentin an zahlreichen Projekten arbeitet, darunter Spielfilme, Serien, Kurz- und Dokumentarfilme. Gerade hat sie die Hauptrolle in einem Film übernommen, der ohne Finanzierung von einer Gruppe von Freunden realisiert und ab Februar 2019 auf Netflix gezeigt wird. Derzeit arbeitet sie gemeinsam mit Zeichnern und Musikern in Mexiko an einem Animationsfilm. Noémie Schmidt ist im Kino aktuell in Michael Steiners «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» sowie am Fernsehen in der belgischen Serie «La trêve» zu sehen.

Trailer zu «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse»



Nicola Forster (1985) ist Mitbegründer und Präsident des Schweizer Think Tanks foraus (Forum Aussenpolitik). Der in Zürich aufgewachsene Jurist arbeitet als politischer Unternehmer und professioneller Moderator sowie Keynote-Speaker in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. Er ist Partner einer Innovations-Beratungsfirma, Mitbegründer der Operation Libero, der Innovationsplattform Staatslabor, der Schweizer Global Shapers (World Economic Forum), des Global Diplomacy Labs sowie Präsident der Fondation Science et Cité und Co-Präsident der GLP Kanton Zürich. Für sein zivilgesellschaftliches Engagement wurde Nicola Forster unter anderem als Ashoka Fellow sowie SKO Swiss Leader ausgezeichnet. Nach mehreren Jahren im Ausland – unter anderem in Addis Abeba (Äthiopien), Brüssel, Berlin und New York – wohnt Forster nun wieder in der Schweiz.  (mgt)

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