100. Geburtstag

Dank ihm entstand im Blumenstein-Quartier der SC Blustavia

Sie feierten den 100. Geburtstag (vorne): Jubilar Hans Leuenberger und Lebenspartnerin Anna Elser. Hinten (v. l.): Marlise Fischer (Tochter), Urs Fischer (Schwiegersohn), Susanne Keller (Tochter), René Keller (Schwiegersohn) sowie Sylvia Moser (Tochter).

Sie feierten den 100. Geburtstag (vorne): Jubilar Hans Leuenberger und Lebenspartnerin Anna Elser. Hinten (v. l.): Marlise Fischer (Tochter), Urs Fischer (Schwiegersohn), Susanne Keller (Tochter), René Keller (Schwiegersohn) sowie Sylvia Moser (Tochter).

Hans Leuenberger konnte am Dienstag im Alterszentrum Wengistein bei guter Gesundheit seinen 100. Geburtstag feiern.

Im Kreis seiner Familie durfte am 21. Januar, Hans Leuenberger den 100. Geburtstag feiern. Frau Landammann Brigit Wyss wird den Jubilar heute im Alterszentrum Wengistein besuchen und ihm das obligate Geschenk überbringen.

Geboren wurde Leuenberger 1920 im heutigen Theresiahaus im Steingrubenquartier, wo er eine glückliche Jugendzeit mit den Geschwistern Trudi und Max verbrachte. Nach der Primarschule und Real-Abteilung der Kantonsschule folgte ein Jahr Welschlandaufenthalt in einem Werbebüro. Danach begann er eine kaufmännische Berufslehre beim Kreiskommando Solothurn und schloss das Diplom erfolgreich in zweiten Rang ab. 1941 bis 1962 war er als Sekretär bei der kantonalen Finanzverwaltung und Steuerrekurskommission tätig.

1962 wechselte er nach Bern zur Bundesverwaltung als Rechnungsführer für den Nationalstrassenbau beim Eidgenössichen Amt für Strassen- und Flussbau, wo er 1971 zum Inspektor 1a und 1976 zum Sektionschef befördert wurde. Eine Funktion, die er bis zur Pensionierung vorwiegend im Inspektions- und Revisionsdienst bei den Autobahnbüros der kantonalen Baudirektionen innehatte.

Gattin im Militärdienst kennen gelernt

Ein markanter Abschnitt im Leben von Hans Leuenberger war der Militärdienst. 1941 besuchte er die Rekrutenschule der Fliegerabwehr-Truppen in Emmen, anschliessend die Unteroffiziersschule und noch im gleichen Jahre die Fourierschule in Thun. Seine militärische Karriere umfasste viele hundert Aktivdiensttage bei einer mobilen Fliegerabwehr-Batterie. Während dieser Zeit lernte Hans Leuenberger – stationiert in Bière – seine spätere Gattin Fernande Monthoux kennen, mit der er sich am 1. März 1947 in Solothurn vermählte. Der Ehe entsprossen drei Töchter, die alle verheiratet und heute noch in Solothurn und dessen Umgebung wohnhaft sind und alle noch ein ausgesprochen familiäres und vertrauensvolles Verhältnis mit ihrem Vater haben.

Der Gründervater des SC Blustavia

Schon mit acht Jahren, als es seinen Eltern endlich möglich war, ein Klavier zu erwerben, konnte Hans das Klavierspielen erlernen, mit dem er sich sein ganzes Leben lang mit viel Ausdauer, Freude und auch einigem Können befasste und auch heute noch Spass daran hat.

1939, noch im Blumensteinquartier wohnhaft, gründete Hans Leuenberger als Initiant mit einigen seiner gleichfalls im Quartier wohnhaften fussballbegeisterten Kameraden den Sportclub Blustavia. Damit gelang es, den Quartiernamen Blumenstein in den Vereinsnamen zu integrieren. Während vieler Jahre hatte er das Präsidium des Clubs inne und wurde für seine Verdienste 1955 zu dessen Ehrenpräsidenten ernannt.

1991 verstarb nach langer, schwerer Krankheit nach 44 Ehejahren seine Gattin. Ein Jahr später verliess Hans Leuenberger die zu gross gewordene Wohnung an der Florastrasse und nahm – alle drei Töchter waren längst ausgezogen – neuen Wohnsitz in Oberdorf. Seine neue Lebenspartnerin Anna Elser, die 2014 ganz zu ihm zog, steht ihm bis heute zur Seite.

Leider stürzte der Jubilar 2018 unglücklich und zog sich einen Oberschenkelbruch zu, der trotz seines hohen Alters erfolgreich operiert wurde. Da seine Lebensgefährtin – inzwischen auch schon 97 Jahre alt – nicht mehr in der Lage war, ihn zu Hause zu pflegen, entschloss man sich schweren Herzens, im November 2018 ins Alterszentrum Wengistein einzutreten. Beide haben sich damit arrangiert und es gefällt ihnen nun recht gut im Wengistein. Auch die drei Töchter besuchen ihn regelmässig; hie und da wird auch ein gemeinsamer Ausflug mit dem Auto gemacht oder die beiden werden zum Essen bei den Töchtern zu Hause eingeladen. Der Jubilar erfreut sich guter Gesundheit und ist stets für einen Scherz zu haben. (zvg)

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