«2018 war in vielfacher Hinsicht ein Solothurner Jahr. Der 150. Geburtstag des Solothurner Künstlers Cuno Amiet motivierte die Schau ‹Freundschaft und Verwurzelung – Cuno Amiet zwischen Solothurn und der Oschwand›, die mit 16'000 Besuchern zu einer der erfolgreichsten kunsthistorischen Ausstellungen unseres Museums wurde.» Das schreibt der Direktor des Kunstmuseums Solothurn, Christoph Vögele, im soeben erschienenen Jahresbericht über das höchst erfolgreiche Museumsjahr 2018.

Insgesamt waren es im letzten Jahr – gezählt mit der Jahresausstellung der Solothurnischen Kunstschaffenden und dem «Freispiel» des Kunstvereins Solothurn – acht Ausstellungen, die zu sehen waren. Die Ausstellungen «continuo: Judith Albert und Anne Sauser-Hall», «Ian Anüll – Untitled», «Elisabeth Strässle – Derborence», «Zusammenhänge zusammen hängen», «Bernard Voïta – recto versa» sowie die bereits erwähnte Schau «Freundschaft und Verwurzelung – Cuno Amiet».

Schweizweit Beachtung gefunden

Mit exakt 24 082 Besucherinnen und Besuchern sei 2018 ein hervorragendes Jahr gewesen, so Vögele weiter. Dies sei nicht allein auf die Amiet-Ausstellung zurückzuführen, glaubt er, denn auch die interessanten zeitgenössischen Positionen stiessen auf grosse Beachtung. Dies habe sich auch in der medialen Berichterstattung über die Aktivitäten des Hauses gezeigt. SRF2 und NZZ brachten Publikum aus der ganzen Schweiz ins Haus. National beachtet wurde im Berichtsjahr auch der 80. Geburtstag von Roman Signer. Dessen Brunnenskulptur im Museumspark bekam einmal mehr einen schönen Auftritt.

Fünf Publikationen konnten 2018 realisiert werden und die Zahl der Erwerbungen (Ankäufe, Schenkungen und Deposita) bewegten sich mit 86 Positionen in einem mittleren und erfreulichen Niveau. Die Sammlung wurde mit Werken von Judith Albert, Eva Aeppli, Ian Anüll, Franz Eggenschwiler, Alexander Hahn, Meret Oppenheim, Alexandre Perrier und Bernard Voïta erweitert; mit Marco Eberle, Annatina Graf, Gergana Matscheva, Aldo Solari, Rolf Spinnler und Elisabeth Strässle sind auch Solothurner Künstler zu finden. Auch eine mehrteilige wertvolle Gemäldegruppe kam 2018 per Testament ins Haus.

Ausleihen von Hodler-Werken

2018 stand ganz im Zeichen des 100. Todesjahres von Ferdinand Hodler. Entsprechend wurden wichtige Werke des Künstlers in verschiedene Museen in In- und Ausland ausgeliehen. Nicht selten würden vor solchen Ausleihen auch notwendige restauratorische Massnahmen, sowohl intern als auch extern, realisiert, bei denen sich auch Leihnehmer beteiligen, gibt Vögele Hintergrundwissen bekannt. «Einen Glücksfall erlebten wir bei der höchst aufwendigen Restauration des fragilen Meisterwerks ‹Wilhelm Tell› von Hodler, die dank des grossen Engagements der hauseigenen Restauratorin Anabel von Schönburg unter drei Leihnehmern und uns aufgeteilt werden konnte». Das Projekt «Sammlung online» wurde weiter vorangetrieben. Bis Ende 2018 seien 1200 Werke in Text und Bild elektronisch abrufbar.

Ende 2018 wurde Christine Kobel nach 40 Jahren im Dienst als Sekretärin des Hauses pensioniert. Ihr Amt übernahm auf den 1. Januar 2019 Sonja Kreis. Auch die beiden langjährigen Aufsichtspersonen, Diana Brunner und Jacqueline Kummer erreichten das Pensionsalter. Von Kunsthistorikerin Patricia Bider musste man sich Ende 2018 nach sechs Jahren ebenfalls verabschieden.