Velofestival

Bike Days verlassen Solothurn für ein Jahr - Ersatzevent findet in Zürich statt

Auch 2021 fallen die Bike Days rund um den Schanzengraben wegen Corona aus. Stattdessen findet eine Ersatzveranstaltung in Zürich statt.

Aus zwei Velo-Events wird einer – wenn auch nur vorübergehend. Die Solothurner Bike Days und das Zürcher Urban Bike Festival verschmelzen im nächsten Jahr zur Cycle Week, die vom 7. bis 11. April an verschieden Orten in Zürich stattfindet und die beiden üblichen Events ersetzt. Dies bedeutet für die Barockstadt: Ein weiteres Jahr ohne Velo-Freaks. Bereits dieses Jahr musste der Grossevent Bike Days wegen der Coronapandemie abgesagt werden.

Der Grund für den Zusammenschluss ist die Coronapandemie, wie der Veranstalter der beiden Velo-Events in Solothurn und in Zürich in einer Medienmitteilung begründet. Man erwarte, dass Covid-19 noch bis tief ins nächste Jahr das öffentliche Leben bestimmen werde, heisst es darin. Daraus zieht der Veranstalter den Schluss: «Wir müssen das Urban Bike Festival und die Bike Days neu aufsetzen – so, dass sie den Corona-Regeln entsprechen und das Velo dennoch erlebbar machen.»

Die Sprache ist von einem Übergangsjahr

Mit dem Zusammenfügen der beiden Bike-Events zur dezentralen, fünftägigen Cycle Week in Zürich, will der Veranstalter dieses Ziel erreichen. Durch die grösseren Fläche und der Verteilung der Aktivitäten auf verschiedene Standorte sollen Menschenansammlungen vermieden werden. 2021 sei ein Übergangsjahr, heisst es in der Mitteilung. «Wir hoffen, ab 2022 die beiden Veranstaltungen wieder in Zürich und Solothurn durchführen zu können.»

Die Bike Days gibt es in Solothurn seit 2009 und sie sind eine feste Grösse im Veranstaltungskalender der Stadt. Bis zu 25000 Besucherinnen und Besucher zieht der Event, der 2021 vom 7. bis 9. Mai angesetzt gewesen wäre, jeweils auf das Gelände um den Schanzengraben mit dem Kiesplatz, der Rythalle und der Chantierwiese. «Es schmerzt, dass das Gelände zum zweiten Mal in Folge leer bleibt», sagt OK-Präsident Erwin Flury und doch ist er überzeugt, dass der vorübergehende Zusammenschluss der Events zur Cycle Week richtig ist.

«Hätten wir die Bike Days in Solothurn trotz der Coronapandemie durchführen wollen, so hätten wir zu grosse Abstriche machen müssen. Der Anlass hätte das verloren, was ihn ausmacht», sagt Flury. Und genau dies habe man verhindern wollen. Die Bike Days in Solothurn würden von den vielen Besucher leben, vom speziellen Ambiente im Schanzengraben mit den MTB-Crosscountry- und Freestyle-Events. Derzeit sei dies nicht umsetzbar.

Keine Garantie, dass Bike Days zurückkehren 

Der OK-Präsident kann auf Nachfrage allerdings keine Garantie abgeben, dass die Bike Days 2022, respektive nach dem Ende der Coronapandemie, nach Solothurn zurückkehren werden. Erwin Flury sagt aber so viel: «Grundsätzlich haben wir uns zum Ziel gesetzt, in Zürich und Solothurn Velo-Events zu organisieren», und fügt an «wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld und Arbeit in die Bike Days und deren Bekanntheit investiert. Dies gibt man nicht so einfach auf.»

Es gibt also Grund zur Hoffnung, dass 2022 in der Barockstadt insofern wieder Normalität herrscht, dass an einem Wochenende Bikes über den Schanzengraben fliegen. 

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