Plötzlich war sie weg: Die Brücke über den Verenabach gab am 20. März ihren Geist auf und brach zusammen. Sofort gabs Diskussionen um den Wiederaufbau, die Kostenübernahme und - ein Provisorium. Denn für Einsiedelei-Wirt Franz Aerni war klar: Ohne Brüggli kein Business. Nun, die Bürgergemeinde Solothurn als Einsiedelei-Eigentümerin und daher -Verantwortliche schuf rasch Abhilfe, denn noch Ende März wurde die Errichtung der Notbrücke in Angriff genommen und binnen kurzem auch fertiggestellt.

Douglasie aus den «Burglind»- Sturmschäden

Mitte August wurde mit den Neubau der künftigen regulären Brücke über den Bach begonnen, und so wie es aussieht, dürfte sich nach einem guten Monat Bauzeit zur Benützung freigegeben werden können.

Gian-Andrea Lombris, Forstbetriebsleiter der Bürgergemeinde erklärt: «Die Fundamente und die Tragkonstruktion aus Stahl sind errichtet. Jetzt folgt noch der Einbau des hölzernen Brückenbodens sowie des Geländers, gefolgt vom Bau der beiden Zufahrtswege.» Für die gesamten Holzkonstruktionen werde das besonders haltbare Holz von Douglasien verwendet, die der Sturm Burglind anfangs 2018 in den Wäldern der Bürgergemeinde entwurzelt hatte. Wann genau die neue Brücke wieder zur Verfügung steht und die Notbrücke nebenan unnötig macht, kann Lombris derzeit noch nicht sagen. «Wir hoffen, dass die Arbeiten Ende nächster Woche beendet sind.» Aus diesem Grund könne auch noch kein Termin für die offizielle Eröffnung genannt werden.

Der Neubau soll 100'000 Franken kosten; davon übernimmt Rüttenen maximal 40 000 Franken, die Bürgergemeinde den Rest. Sie hofft aber auf einen Zustupf des Kantons.