Ausstellung
Porzellanwerke von Solothurner Künstlerin: Objekte der Ruhe und Vollkommenheit

Die Solothurnerin Elisabeth Pott Bischofberger stellt aus, was sie im letzten Jahr produziert hat.

Judith Frei
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Ein Porzellanobjekt von Pott Bischofberger.

Ein Porzellanobjekt von Pott Bischofberger.

zvg/Pascal Hegner

Ruhig. Still. Vollkommen. Das sind die Stichworte, die bei der Betrachtung der Porzellan-Werke von Elisabeth Pott Bischofberger in den Sinn kommen. Momentan hat sie ihre Werke wieder ausgestellt, jeweils am Wochenende bis zum 19. Dezember kann man sie in ihrer Wohnung, Atelier und Ausstellungsraum betrachten.

Blütenweiss strahlen ihre Arbeiten. Wenige dezente grüne Stellen fangen den Blick ein. Sie akzentuieren meist eine Bruchstelle. «Das Aufbrechen hat mich schon seit meinem Studium fasziniert», erklärt die Künstlerin.

Inspiration durch die Natur

Die Formen sind durch die Natur inspiriert. «Die Natur ist die grösste Künstlerin», meint Pott Bischofberger.

Eine runde Porzellan-Figur mit einer Bruchstelle um seine Mitte sieht aus wie ein Stein, der bald auseinanderfällt. «Ein Kind hat gesagt, dass es aussieht wie ein Stein, der atmet», erinnert sich Pott Bischofberger. Tatsächlich beflügeln die Figuren die Fantasie. Ist das dreieckige Objekt eine aufbrechende Baumrinde? Oder ein flacher Schieferstein?

Elisabeth Pott Bischofbergers Keramikkunst.

Elisabeth Pott Bischofbergers Keramikkunst.

zvg/Pascal Hegner

Die Porzellanfiguren sind nicht glasiert. Durch die unbehandelte Oberfläche sieht man die Details der Bruchstellen genauer und die poröse, aber feine Oberfläche lässt rätseln, wie sie sich in der Hand anfühlen.

Die Details der Objekte wirken delikat und sorgfältig ausgearbeitet. Für Pott Bischofberger sei das Kunsthandwerk auch eine Art Meditation. An den einzelnen Objekten arbeitet sie einige Tage bis mehrere Wochen, je nachdem, ob es «läuft».

Die Ruhe und die Vollkommenheit der einzelnen Ausstellungsobjekte überträgt sich auf die betrachtende Person, die Galerie als Ort der Meditation. «Meine Ausstellung soll eine Pause im hektischen Alltag sein», bestätigt die Künstlerin.

Die Ausstellung dauert bis zum 19. Dezember und sie jeweils samstags und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr an der Gärtnerstrasse 10 offen. Mehr Informationen finden sie hier.

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