Neue Pläne am Knoten Allmend verdichten sich: Damit ist für einmal nicht das ehemalige Kofmehl-Areal gemeint, wo Coop diesen Februar seine Pläne für ein Einkaufszentrum verworfen hat. Vielmehr geht es um die Liegenschaft vis-à-vis: Dort nämlich, auf dem Chantier-Areal befand sich der Forstwerkhof der Bürgergemeinde Solothurn.

Unter der Bauherrschaft der neuen Liegenschaftseigentümerin Sterki Bau AG soll ein Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen. Noch bis 27. August läuft die Mitwirkung für den entsprechenden Teilzonen- und Teilerschliessungsplan Allmendstrasse.

Eddie Bollier, zuständiger Projektentwickler beim eingesetzten Planungsbüro baderpartner, erläutert die Absichten: «Geplant ist ein Bau mit vier respektive fünf Geschossen.» Dessen unterste Etage als östlich gelegener Sockelbereich ragt laut Plan in die dannzumal abgetragene Aufschüttung hinein. Durch die topografischen Veränderungen beim Bau der Westtangente war dieser Hügel künstlich entstanden, weiss Bollier.

Nun ist die Parzelle noch als W3b-Zone, also als Zone für dreigeschossige Bauten, ausgewiesen. «Ursprünglich hatten wir gemäss der heutigen Zonierung geplant. Aber nach Besprechungen mit den städtischen Behörden erwies sich dies an jener Stelle als städtebaulich falsch.» Vielmehr ist man auch bei der Baubehörde der Meinung, dass im Bereich des Knotens höhergeschossig zu bauen ist. Die derzeitige Geschossigkeit sei «sehr unbefriedigend» – ist dem vorliegenden Raumplanungsbericht zu entnehmen.

Büros und Wohnungen

In der ersten Etage oberhalb des Sockelgeschosses will die Sterki Bau AG laut Bollier ihren eigenen Geschäftssitz realisieren. «Und in den darüberliegenden drei Stockwerken sind je drei, also insgesamt neun Wohnungen geplant.» Im Sockelgeschoss ist die voraussichtliche Nutzungsart noch nicht vollständig definiert: Der Bauherrschaft von Sterki Bau AG schwebt eine gewerbliche Nutzung vor. Gemäss Raumplanungsbericht ist nach heutigem Projektkonzept mit einem Bedarf von 30 bis 35 Parkplätzen zu rechnen.

Auf dem im Stadtbauamt aufliegenden Modell ist eine Tiefgarage zu sehen. Um das Bauprojekt mit der gewünschten Aufzonung auch bei laufender Ortsplanungsrevision voranzubringen, sei laut Bollier der Teilzonen- und Teilerschliessungsplan das richtige Instrument. «Denn man muss auch unterdessen die Stadt weiterentwickeln und planen können, ohne durch andere laufende Prozesse blockiert zu werden.» Interessierte können sich aktuell zum Teilzonen- und Teilerschliessungsplan äussern.

Nach abgeschlossener Mitwirkung wird das kantonale Amt für Raumplanung das Projekt einer Vorprüfung unterziehen. Danach gelangt das Geschäft wieder zurück an die Stadt, konkret an die Kommission für Planungs- und Umwelt, weiter an die Gemeinderatskommission und letztlich an den Gemeinderat, der den Auflagebeschluss fällt.

Mitwirkungseingaben können postalisch ans Stadtbauamt oder über die Homepage der Stadt erfolgen.