454 Postkarten und Mails trudelten zwischen dem Ausschreibungstag, dem 22. Juli, und den Einsendeschluss am 12. August auf der Redaktion ein, das sind sage und schreibe 322 Teilnehmende mehr als noch im Vorjahr, als es ums Erkennen von mehr oder weniger bekannten Solothurner Türmen und Türmchen ging.

Ob die Aufstockung auf fünf zu gewinnende Preise oder das faszinierende Thema und die recht leicht gemachte Lösung der sechs Fragen zum Run geführt hat, ist schwierig zu beurteilen. Fakt ist jedenfalls, dass die falschen Antworten diesmal klar unter der 10-Prozent-Marke lagen, ganz im Gegensatz zum Vorjahr.

Der verflixte Rathausplatz

Nun, die Antworten sind für gewiefte Stadtkennerinnen und -kenner klar: Zuerst suchten wir das Schwanengässlein in der Vorstadt – an der Ecke zum Rossmarktplatz weist noch eine Schwanenfigur an der Hausfront vor der ehemaligen Gastwirtschaft gleichen Namens. Da unterliefen bereits einige der 34 falschen Antworten, denn ein «Storchengässlein» kannte Solothurn nie, wohl aber ein Restaurant Storchen. Die Meistergasse zum Landhausquai als Antwort zwei tippten alle richtig, genauso wie das früher gar nicht so fein duftende Veilchengässlein auf die Frage Nummer drei. Viertens war die Seilergasse südlich der St.-Ursen-Terrasse gesucht – ebenfalls kein Problem für alle.

Eigentlicher Stolperstein war die fünfte Antwort, die richtigerweise nur der Riedholzplatz sein konnte. Er wird durch das schmale Pförtchen vom Kunstmuseum oder Nordring her erreicht, nicht aber der etliche Male genannte Rathausplatz. Dieser folgt nämlich erst nach der Querung des Riedholz- und danach des Zeughausplatzes. Und ganz wo anders liegt der auch genannte Rossmarktplatz, nämlich in der Vorstadt.

Tierisch ins Grübeln brachte auch einige Leserinnen und Leser der in Antwort Nummer sechs gesuchte Chüngeligrabe. Der volkstümliche Name für den Burrisgraben entstand, weil früher die Hintersässen auf der Rückseite der St. Urbangasse bevorzugt Kaninchen hielten, was den Kunstmaler Roland Flück zu seiner Chüngeliparade auf der Wand des Durchgangs beim Kulturm inspirierte. Nicht alle tippten richtig, und so wurde aus dem Chüngeligraben mehrfach ein Chuchigrabe, einmal ein Chatze- und ein Chutzegrabe, ja sogar ein Chinchillagrabe.

The winner is . . .

Nun, der neue Teilnahmerekord verringerte natürlich trotz neu fünf Preisen die Gewinnchancen erheblich. Zumal sogar eine Lösung aus Österreich eintraf oder am 80. Geburtstag einer Leserin gleich 24 Talons mit den richtigen Antworten ausgefüllt wurden: Für alle, die an der Party waren, von der 84-jährigen Seniorin bis zum sechsmonatigen Urenkel!

Nach der Ziehung durch unsere Glücksfee, Praktikantin Rahel Nicolet, stehen folgende Preisträgerinnen und -träger fest: Gewonnen hat den ersten Preis, ein Nachtessen für zwei Personen im Restaurant Enge in Biberist/Solothurn, eine waschechte Solothurner «Hintergässlerin», nämlich Ursula Rippstein. Ein Bekannter hatte den Talon für die ausgefüllt. Der zweite Preis, ein Grillkurs im Grilllade by Chuchilade Wagmannn GmbH, geht an Kurt von Arx aus Selzach. Zwei Gratisfahrten der Seilbahn Weissenstein AG hat Beatrice Ess aus Subingen gewonnen, je ein Fahrt-Ticket für die neue Gondelbahn erhalten Annemarie Walter aus Bellach sowie Anne Marie Eggimann aus Zuchwil. Alle Gewinnerinnen und Gewinner wurden direkt benachrichtigt.