Solothurn

20. Kunst-Supermarkt: «Wir haben bedeutend mehr verkauft als in den Vorjahren»

Kunstsupermarkt Solothurn

Kunst-Supermarkt Solothurn

Kunstsupermarkt Solothurn

Der 20. Kunst-Supermarkt in Solothurn schloss am Wochenende seine Pforten – mit der erfreulichen Bilanz von 3200 verkauften Kunstwerken.

Keine Ermüdungserscheinungen bei Peter Lukas Meier und seinem emsigen Team – auch nach der 20. Durchführung nicht. Im Gegenteil: «Der Kunst-Supermarkt macht mir viel Freude», sagt der Initiant des Anlasses, der in den vergangenen neun Wochen wieder zum Einkaufsbummel der besonderen Art einlud. Von über 7500 Kunstwerken gingen rund 3200 über den Ladentisch. Das letzte, schon für den Rückversand bereitgestellte Bild wechselte nach Ladenschluss am Sonntag und zwar auf telefonischem Wege seinen Besitzer.

«Eines der besten Jahre»

«Wir haben bedeutend mehr verkauft als in den Vorjahren. Es war gar eines der besten Jahre, seitdem wir nicht mehr an der Hauptgasse sind», schwärmt Meier. Nicht weniger als 35000 Besucher gingen seit November in der Rothuus-Halle ein und aus – «und sogar am letzten Tag hatten wir ein volles Haus». Das Publikum war durchgängig «neugierig, entspannt und glücklich», freut sich Meier weiter. So sei es täglich zu interessanten Begegnungen gekommen, nicht nur während der Künstler-Ateliers. Und auch die 122 Kunstschaffenden, deren Bilder zu kaufen waren, zeigten sich zufrieden: Mit der Ausnahme einzelner «Lieblinge» waren der Zulauf bei den einzelnen Künstlern ausgeglichen.

«Auf die Auswahl der Werke kommt es an»

So ist es aus Sicht von Meier letztlich auch die Vielfalt der Stile, von der alle Kunstschaffende profitieren, weil dadurch eine umso breitere Zielgruppe angesprochen wird. Was sich auch am Kaufverhalten vor Ort zeigt: «Die Besucher bleiben meistens zwei Stunden, weil sie nicht möchten, dass ihnen etwas aus dem Angebotsfächer entgeht.» Besonders gut wurden übrigens die teuren grossformatigen Werke ausserhalb der regulären Preisstruktur verkauft.

«Auf die Auswahl der Werke und Künstler kommt es an», wiederholt Meier sein bewährtes Erfolgscredo. Viele Versuche, den Kunst-Supermarkt zu kopieren, seien gescheitert, weil man zwar das Konzept übernahm, nicht aber den Grundsatz verfolgte, gute Produkte anzubieten. Weiter zum Erfolg beigetragen hat nach seiner Einschätzung die Präsenz in den sozialen Netzwerken und in den Medien.

Gern erinnert er sich an die Liveschaltung von SRF Aktuell zur Eröffnung des Kunst-Supermarkts. «Dass der Anlass zu einer Hammer-Sendezeit beworben wurde, haben wir in den zweieinhalb Monaten gespürt» – ebenso die Mundpropaganda. «Leute kamen aus der ganzen Schweiz her, um den Anlass aber auch die Stadt zu erleben.» Und so sei letztlich auch der Kunst-Supermarkt kein unwesentlicher Beitrag am Solothurner Standortmarketing.

Wie geht es weiter mit dem Kunst-Supermarkt?

Meier will am bewährten Konzept festhalten. Expansionspläne oder ein allfälliges Popup-Lädeli in der Altstadt für den zeitweiligen Kunstverkauf sind vorderhand kein Thema. «Wichtig ist uns, weiterhin auf das Produkt selbst zu setzen. Denn wenn dieses nicht stimmt, siehst Du alt aus.»

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