Diesen Fall hatte Solothurn letztmalig im Extremsommer 2003. Aufgrund der grossen Hitze und Trockenheit konnte das Barock- und Hochfeuerwerk der Stadt damals nicht durchgeführt werden.

Und heuer, 15 Jahre später, kommt man bei den Behörden zu einem ähnlichen Befund: Wie am Montag nach einer Sitzung von Stadtpräsidium, Stadtpolizei, Feuerwehr und den fürs Feuerwerk verantwortlichen Personen entschieden wurde, wird die Bundesfeier im Bereich der Schanze aufgrund der aktuellen Trockenheit ohne Feuerwerk stattfinden.

Das Risiko eines Brandes wurde von den Behörden als zu hoch eingestuft. Wie Stadtschreiber Hansjörg Boll auf Anfrage mitteilte, teilen auch Fachleute der Oensinger Sonnwendfeier diese Risikoeinschätzung: «Die Wiesen rund ums Feuerwerk, beispielsweise die Chantierwiese, sind einfach zu dürr.» Budgetiert sind fürs Feuerwerk jeweils 12'000 Franken.

Feuerwerk wird zwischengelagert

Mit ihrem Entscheid griff die Stadt der kommunizierten Weisung des Kantons vor: So gilt ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot im ganzen Kanton Solothurn.

Den Auftrag für die alljährliche Feuerwerksdurchführung übernimmt jeweils das Kinderparadies Bohnenblust. Geliefert und abgefeuert werden die Pyrokörper aber von der Spiezer Firma Hamberger Swiss Pyrotechnics AG. Wie Boll erläutert, wird das bereits gekaufte Feuerwerk nun im Lager von Hamberger für ein Jahr deponiert. Es kann somit 2019 gezündet werden – entsprechende Wetterbedingungen vorausgesetzt ...

Mit Ausnahme des Feuerwerks wird die Bundesfeier mit Festredner Damian Müller (Ständerat Kanton Luzern), dem Tambourenverein und der Stadtmusik Solothurn ansonsten wie vorgesehen beim Soldatendenkmal am Vaubanweg ab 19 Uhr durchgeführt. (ak/mgt)

Programm 2018

  • 19.00 Uhr: Beginn der Festwirtschaft beim Soldatendenkmal
  • 20.00 Uhr: Läuten aller Kirchenglocken
  • 21.30 Uhr: Festakt beim Soldatendenkmal mit dem Tambourenverein und der Stadtmusik Solothurn, Festansprache von Ständerat Damian