Nach Eklat
Einigung zwischen den Solothurner Filmtagen und Anita Hugi

Die Filmtage und ihre ehemalige Direktorin haben sich geeinigt: Sie beenden das Arbeitsverhältnis «im gegenseitigen Einvernehmen».

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Anita Hugi war rund zwei Jahre lang Direktorin der Filmtage.

Anita Hugi war rund zwei Jahre lang Direktorin der Filmtage.

Hanspeter Bärtschi

Die Solothurner Filmtage und ihre Direktorin Anita Hugi sind unter Vermittlung des Bundesamts für Kultur (BAK) zu einer Einigung gelangt. Das schreiben die Beteiligten am Freitag in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Das Arbeitsverhältnis werde rückwirkend per 31. Oktober im gegenseitigen Einvernehmen beendigt. Damit sei die Angelegenheit abgeschlossen.

Somit ziehen die Filmtage und Anita Hugi einen Schlussstrich unter eine Angelegenheit, die in den vergangenen vier Monaten schweizweit für Schlagzeilen sorgte: Anfang August war bekannt geworden, dass die Filmtage-Direktorin krankgeschrieben ist. Eine Woche später kommunizierten die Filmtage eine organisatorische Neuausrichtung und teilten mit, dass Anita Hugi nicht mehr in ihr Amt zurückkehren werde.

In der Folge erhoben beide Seiten öffentlich Anschuldigungen. Hugi sprach in einem Interview von «Ränkespielen» bei den Filmtagen und davon, dass deren Vorstand sie «abservieren» wollte. Kurz darauf liess Filmtage-Präsident Thomas Geiser verlauten, Hugi habe sich mit der gesamten Belegschaft der Filmtage verkracht, weshalb man die Notbremse habe ziehen müssen.

Nachdem Mitte November die Wochenzeitung «Die Zeit »noch «lokalen Filz» bei den Filmtagen anprangerten ist es etwas stiller geworden: Die Filmtage konkretisierten ihre Reformpläne und Hugi selbst hatte sich gar seit August nicht mehr öffentlich geäussert. Und dabei bleibt es offenbar auch: Gemäss der Mitteilung werden sich beide Seiten nicht mehr zur Angelegenheit äussern.

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