Olten

Zum Znacht gibt es in der «Alten Mühle» eine Überraschung

André Häfliger ist ab 1. Mai neuer Wirt im Restaurant «Alte Mühle» in Olten. Bruno Kissling

André Häfliger ist ab 1. Mai neuer Wirt im Restaurant «Alte Mühle» in Olten. Bruno Kissling

Die «Alte Mühle» kommt mit einem altbekanntem Wirt und einem neuen Konzept daher. Wer abends im Restaurant essen geht, kennt die Zutaten. Was dem Gast schlussendlich serviert wird, weiss er jedoch nicht.

Die «Mühli» ist zurück. Keine zwei Monate nach der Ustrinkete des langjährigen Wirtes Hubert Müller (wir berichteten) ist die Tür des Oltner Traditionslokals wieder offen. Eins sei vorweggenommen: Die «Mühli» ist «Mühli» geblieben. Mit den unverkennbaren Holzmöbeln und der runden Bar in der Mitte könnte man meinen, «Hubi» sei zurückgekehrt. Das ist zwar nicht so, doch das neue Gesicht hinter dem Restaurant «Alte Mühle» ist für viele Oltner trotzdem gar kein so Neues. André Häfliger ist in Olten ein Begriff, spätestens seit er vor rund eineinhalb Jahren die «Muusfalle» übernommen hat.

Neben dem Stadionrestaurant hat der erfahrene Gastronom nun auch eine, wie er sagt, «klassische, traditionelle Gaststätte». Und das soll sie auch bleiben. Sogleich erzählt er von seinem Konzept des viergeteilten Tages. Dieser beginnt mit dem «Büezer-Zmorge», zu dem Häfliger sagt: «Für die Znünipause bieten wir Sandwiches aus unserem Mühli-Brot an. Die sollen einfach gut und bezahlbar sein.»

Auch beim Mittagsmenü ist es ihm wichtig, keine überrissenen Preise zu verlangen. «Wir bieten am Mittag drei Menüs an, jeweils eines mit Fleisch, eines mit Fisch und ein vegetarisches, dazu Suppe und Salat zum Selberschöpfen und ein Dessert. So kommen alle zügig zu ihrem Mittagessen, das hat sich schon im Kleinholz bewährt.» Am Nachmittag, dem dritten Tagesteil, gibt es Kaffee und hausgemachten Kuchen.

Aussergewöhnliches Konzept

Aber nicht alles ist gleich geblieben: Am Abend trifft man auf ein neuartiges Konzept. Statt einer Speisekarte erhält jeder Gast ein Blatt, auf dem verschiedene Zutaten zu finden sind. Davon kann er dann alles streichen, was er nicht möchte und entscheiden, ob es ein Tellermenü, ein Drei- oder Viergänger sein soll. Was dann genau auf dem Teller landet, ist eine Überraschung. Häfliger, der selbst in der Küche steht, erklärt die Vorteile des Konzepts: «Die Zutaten ändern einmal pro Woche, so können wir das ganze Jahr über saisonal kochen.

Dadurch, dass jeden Tag neu festgelegt wird, was wir aus den Zutaten der Woche machen, sind wir sehr flexibel.» Ausserdem sei es etwas Neues, einzigartig in der Region. Das ist Häfliger auch wichtig: «Wir sind nicht die ‹Traube› in Trimbach. Restaurants im Hochpreissegment gibt es genug in der Region. Wir wollen uns von anderen abheben.»

Geändert haben auch die Öffnungszeiten. Die «Alte Mühle» wird ab sofort das ganze Wochenende über geschlossen bleiben. Der neue Wirt sagt dazu: «Am Wochenende gehen die Leute weiter weg zum Essen, da lohnt es sich nicht für uns. Aber natürlich haben wir an Feiertagen und an den wichtigsten Oltner Anlässen wie etwa der Chilbi oder der Fasnacht geöffnet.» Mit dieser Aussage zerschlägt er die Befürchtung der Fasnächtler, die allseits beliebte «Mühli» könnte während der Fasnacht zu sein. Noch lange bevor wieder Fasnacht ist, nämlich Ende Juni, findet dann das offizielle Eröffnungsfest statt.

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