Baumgartner führt das Industrieunternehmen, das seinen Hauptsitz im Oltner Bornfeld hat, seit dem Jahre 2010. Die 1939 in Aarburg gegründete CWA baute zuerst Carrosserien, bevor sie 1956 auf Seilbahnen setzte. 1980 verlegte die Firma ihren Standort nach Olten. CWA-Gondeln ragen den Namen Olten in die ganze Welt. Neunzig Prozent der Produktion gehen in den Export, mehr als die Hälfte nach Europa. Der Meilenstein für den Ambassador oft he Year wurde 2010 erstmals vergeben.

Toni Zaugg, der CEO der Zaugg Maschinenbau AG (ZMA) in Schönenwerd und Vorstandsmitglied des Industrie- und Handelsvereins Olten (IHVO), hielt die Laudatio auf den Ambassador of the Year 2015: «Raimund Baumgartner ist einer, der immer sich mit viel Herzblut für seine Sache engagiert» würdigte der Niederämter Unternehmer den Preisträger. Raimund Baumgartner weilt zurzeit in den USA. Für ihn nahm seine Gattin Beatrice Baumgartner-Sterki den gewichtigen Preis in Form eines Steinbrockens entgegen. Mit dem Preis der Ambassadoren werden jene Unternehmer geehrt, die als persönliche Botschafter die Fahne für den Wirtschaftsstandort Olten hochhalten.

Per Video-Konferenz aus Übersee zugeschaltet

Der Preisträger Raimund Baumgartner wurde über das Video-Konferenzsystem Avaya-Scopia life aus Übersee zugeschaltet. Er bedankte sich in seinem farbigen Toggenburger Dialekt für den «Milestone» und bewies Humor, indem er eine eigens beschaffte Oltner Fahne in die Kamera hielt. Die Preisübergabe fand im Rahmen des traditionellen Ambassadorenmeetings im «Magazin» statt. Zu diesem Anlass hatte Urs Blaser von der Oltner Wirtschaftsförderung zwei Gastredner eingeladen. Hans Peter Wehrli, Dozent für Marketing an der Universität Zürich, referierte zum Thema Wettbewerbsfähigkeit. Ein guter Standort sei ein Wettbewerbsvorteil. Denn für Verkaufsläden gilt: Wo Menschen sind, läuft etwas. Wohnen abseits der Arbeitsorte in den Zentren ist nur so lange billiger, als man die Zeit für den Pendelweg nicht rechnet.

Allgemein sieht Peter Wehrli die Zukunft der Schweiz nicht rosig: Die Entwicklung verlaufe «seitwärts», allerdings schleichend. Darum könne es man sich offenbar leisten gewisse Tatsachen zu übersehen, beispielsweise dass die Bundesländer Bayern und Württemberg für die Schweizer Wirtschaft gleich bedeutend sind wie Japan und die ganze USA zusammen.

Auch die Museen bleiben im Gespräch

Stadtschreiber Markus Dietler skizzierte schliesslich die Pläne der Stadt zu den Museen. Man möchte diese redimensionieren und vor allen Dingen den Standort des Kunstmuseums an der Kirchgasse für gewerbliche Nutzung freispielen.