Olten SüdWest

Trotz «autoarmem» Quartier kommt es zu Rückstaus: So will Olten lange Wartezeiten verhindern

In diesem Bereich soll neu die Ein- und Ausfahrt in den Rötzmattweg zu stehen kommen, um mehr Stauraum vor dem Rötzmattknoten zu gewinnen. Zudem soll die Fahrbahn zum Knoten hin zweispurig geführt werden, um Rückstaus zu reduzieren.

In diesem Bereich soll neu die Ein- und Ausfahrt in den Rötzmattweg zu stehen kommen, um mehr Stauraum vor dem Rötzmattknoten zu gewinnen. Zudem soll die Fahrbahn zum Knoten hin zweispurig geführt werden, um Rückstaus zu reduzieren.

Mit dem überarbeiteten Gestaltungsplan soll Olten SüdWest weniger Verkehr erzeugen als mit der alten Version – trotzdem wird der Rötzmattknoten zu Spitzenzeiten überlastet sein.

Das Oltner Strassennetz ist zwischen Bahnhofplatz und Sälikreisel zu den Hauptverkehrszeiten bereits jetzt ausgelastet. Auf der Gäustrasse, der Entlastung Region Olten ERO, gibt es noch gewisse Kapazitäten, doch auch hier ist die höchste Verkehrsbelastung bald erreicht. Mit dem Ausbau des Entwicklungsgebiets Olten SüdWest wird sich allerdings die Situation noch verschärfen. Und dies trotz der Vorgabe, welche sich die Verantwortlichen bei der Überarbeitung des Gestaltungsplan gegeben haben: Im Raumplanungsbericht steht nämlich, dass das neue Quartier «autoarm» geplant werden soll.

Mit dem überarbeiteten Gestaltungsplan, bei dem die Bevölkerung ab Ende November ihre Eingaben bei der Mitwirkung machen kann, soll allerdings weniger Verkehr entstehen als mit der älteren Version aus dem Jahr 2008. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Erstens wird der Mindestanteil fürs Wohnen markant erhöht: Statt zwischen 0 und 30 Prozent wie im bisherigen Gestaltungsplan wird künftig fast überall 60 Prozent als Mindestwert festgelegt.

Die Wohnnutzung führt durchschnittlich zu weniger Fahrten als Dienstleistungs- oder Gewerbebetriebe. Zweitens wird der neue Mobilitätsplan respektive das im September abgesegnete Parkierungsreglement zum Teil angewendet: Neu sollen für die dereinst 4000 bis 6000 Bewohner – je nach Szenario – rund 2200 Parkplätze zur Verfügung stehen, die einen durchschnittlichen Werktagsverkehr von 6500 bis 6700 Autos generieren. Gemäss dem Mobilitätskonzept aus dem Jahr 2012 gingen die Planer noch von 1000 Abstellungsplätzen mehr aus und damit von 9900 Fahrten pro Werktag. Und laut dem ursprünglichen Gestaltungsplan wären sogar 4900 Parkplätze mit 11'500 Fahrten pro Werktag möglich gewesen.

Rötzmattweg soll ausgebaut werden

Obwohl der überarbeitete Gestaltungsplan für weniger Verkehr sorgen soll, wird der Knoten Rötzmatt «in jedem untersuchten Zustand überlastet». Da er bereits jetzt in der Abendspitze an seine Kapazitätsgrenze kommt, «führt der zusätzliche Verkehr des Projekts zu einer Verdoppelung bis Verdreifachung der Wartezeiten und Rückstaulängen». Um dies zu unterbinden, wird zum einen die Ein- und Ausfahrt in den Rötzmattweg vom jetzigen Standort nach oben verlegt, um Staufläche zu gewinnen. Zum anderen soll Richtung Rötzmattknoten ein zusätzlicher Fahrstreifen geschaffen werden, um die Wartezeiten und Rückstaus um 50 Prozent zu reduzieren.

Weil der Sälikreisel zu den Spitzenzeiten heute schon überlastet ist, wird dies auch auf den Rötzmattknoten Folgen haben. Die Planer erwarten laut dem Gutachten, dass es mehr Verkehr beim Gheidknoten gibt oder dass es zu mehr Verkehr in den Nebenzeiten kommt.

Im Fazit des Gutachtens wird unter anderem wiederholt, was die Planer auch andernorts festhalten: «Entscheidend für die langfristige Arealentwicklung und das künftige Verkehrsverhalten ist die Realisierung der Personenunterführung Hammer.» Zudem müsse mit der weiteren Entwicklung von Olten SüdWest «kontinuierlich das Busangebot verbessert werden».

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