Der budgetlose Zustand der Stadt Olten hat weitere Folgen, wie die Stadtkanzlei am Donnerstag mitteilte: Die Genossenschaft Trendsporthalle Olten erhält den ersten Quartalsbeitrag von 13'000 Franken vorläufig nicht. Dies weil noch keine Leistungsvereinbarung besteht und daher die Ausgabe nicht gebunden ist, sagt Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage. Insgesamt hätte der Trendsport laut Budget 2019 in diesem Jahr 52'000 Franken zugute.

Für die Genossenschaft heisst das, dass sie in den ersten drei Monaten mit weniger Geld auskommen muss. «Wir kommen dadurch aber nicht in Liquiditätsengpässe», sagt Präsident Alexander Troitzsch auf Anfrage. Sie würden die Leistungen im bisherigen Umfang aufrechterhalten können. Zudem erhalten sie vom 2-Stunden-Lauf demnächst einen Check in Höhe von 35'000 Franken. Anders sähe es hingegen aus, wenn die Stimmbürger am 24. März ein Nein zum Budget 2019 in die Urne legten: Dann müssten die Trendsportler über die Bücher, weil nicht klar wäre, ob die Beiträge der Stadt auch wirklich fliessen würden.

Es gibt weitere Streichungen

Der Stadtrat hat an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr weitere Anlässe und Budgetposten gestrichen: So kann die Bevölkerung ab diesem April nur noch vier statt sechs GA-Tageskarten bestellen. Damit spart die Stadt 28'000 Franken. Zudem werden die beiden Musikschulanlässe Drums-Percussions-Konzerte «Schützitage» und Sinfonieorchesterprojekt DaCapo im kommenden März nicht unterstützt. Das spart 6800 Franken. Derzeit nicht gesichert sind zudem die Veranstaltungen des freiwilligen Schulsports im Sommerhalbjahr für 25'000 Franken Nettokosten. Eine Lösung über einen Fonds kam hier laut Thomas Küng, Leiter Direktion Bildung und Sport, nicht infrage. Es wären nämlich zu Beginn gleich die höheren Bruttokosten von 64'000 Franken angefallen. Das sei für eine Fondslösung zuviel.

Trotz des budgetlosen Zustands gesichert sind hingegen die ersten drei Monate der Oltner Jugendarbeit durch den Verein Jugendwerk. Zwar ist das Angebot neu und die Leistungsvereinbarung ist ebenfalls noch nicht in Kraft, doch die Stadt finanziert die Ausgaben von 38'000 Franken angesichts der seit vergangenen August laufenden Zusammenarbeit über den Fonds Freizeit. Genehmigt hat der Stadtrat auch eine weitere Teilnahme am kantonalen Projekt Deutschförderung vor dem Kindergarten, mit dem die Vorbereitung der Kinder auf den Schuleintritt und damit die Chancen auf einen erfolgreichen Schulstart verbessert werden sollen. Freigegeben wurde zudem die Besetzung einer Praktikumsstelle für die 2014 in Betrieb genommene Schulinsel, um die pädagogische Arbeit und die Sicherheit der betreuten Schülerinnen und Schüler weiterhin zu gewährleisten.