Taxikrieg

Taxifahrer prügeln sich am Bahnhof um Kunden – Stadt sieht keinen Grund zum Handeln

Taxifahrer prügeln sich

Taxifahrer prügeln sich

Und das sogar spitalreif. Grund dafür ist die andauernde Konkurrenz der Taxigeschäfte um die Kunden.

Am Samstag kam es am Oltner Bahnhof zu einer Schlägerei zwischen Taxifahrern und einem Kunden. Die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf.

«Er hat mich von hinten am Hals gewürgt und mich auf den Boden gezogen», so erinnert sich Llukman Bajraliu an den letzten Samstagabend. «Dann hat er mir das Knie auf den Brustkorb gedrückt und mich mehrmals absichtlich mit dem Knie im Gesicht verletzt.» Der Taxifahrer wurde am Oltner Bahnhof von einem anderen Taxifahrer spitalreif geprügelt – eines Kunden wegen. «Offenbar ist es zu einem Streit gekommen, weil ein Taxifahrer einen anderen auf seine Praktiken ansprach und der reagierte offenbar unwirsch und hat den anderen angegriffen», erläutert Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn.

Wie Tele M1 berichtet, ist es nicht das erste Mal, dass Taxifahrer sich um Kunden streiten, denn die Konkurrenz ist gross. «Das Ziel dabei ist, den anderen auszuschalten», erklärt Taxifahrer Bajraliu. «Denn umso weniger Fahrer es gibt, desto mehr Kunden kann man chauffieren.»

2010 hat die Stadt Olten in den Taxikrieg eingegriffen. Damals erliess sie eine Konzession. Seither haben maximal 30 Fahrer die Bewilligung, Taxidienste anzubieten. In einer Stellungnahme zu den jetzigen Vorfällen meint Markus Dietler, Stadtschreiber von Olten, dass es in der Stadt keinen Taxikrieg gebe. «Vereinzelt haben Taxihalter Regeln missbraucht und sich verbal sowie in einem Fall handgreiflich negativ gegenüber anderen Taxichauffeuren verhalten.» (chg)

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