Olten

Süfzgerallee kommt nicht zur Ruhe – Strasse ist bis im Herbst nur einspurig befahrbar

Die Gösgerstrasse ab Trimbacher Brücke Richtung Niederamt wird bis in den Herbst hinein für den Verkehr Stadt auswärts gesperrt bleiben.

Die Gösgerstrasse in Olten ist bis zum Herbst nur noch einspurig befahrbar; schon letztes Jahr war eine Teilsperrung angesagt.

Sie war jahrelang so etwas wie ein Garant für den ungehindert fliessenden Verkehr zwischen Olten und den Gemeinden des Bezirks Gösgen: die Gösgerstrasse, flapsig auch Süfzgerallee genannt, obwohl damit eigentlich der parallel verlaufende Gehweg gemeint ist. Und ebenso lange konnten sich Automobilisten auf die lange Gerade freuen und dabei testen, ob die Strecke nicht doch mehr als die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ertragen würde.

Sie würde. Mit der Einschränkung: derzeit aber noch nicht mal im Konditional. Die Süfzgerallee ist für die nächsten drei, vier Monate nämlich nur noch einspurig Richtung Stadt zu befahren. Wer Richtung Niederamt will, benutzt die Industriestrasse. So wie dies bereits im vergangenen Jahr der Fall war, als der Gehweg im Bereich der Rankwoog im Sommer ausgebaut wurde, was gar hin und wieder mal zu einer Vollsperrung der Strecke führte. Bereits im November 2017 war die Gösgerstrasse während einer Woche ausser Betrieb oder zumindest nur eingeschränkt befahrbar. Damals wurden Ufersicherungsarbeiten durchgeführt, weil die Aare wider Erwarten im dortigen Bereich für fortgeschrittene Erosion sorgte.

Bauen auf einer Länge von rund einem Kilometer

Am Dienstag haben erneut Bauarbeiten begonnen. Auf einer Länge von rund einem Kilometer, zwischen Dampfhammer und Rankwoog, ersetzt die Aare Energie AG (a.en) ein 16-Kilovolt-Mittelspannungskabel. Mittelspannungsnetze sind ein Teil des Stromnetzes zur Verteilung der elektrischen Energie über längere Strecken. Wie Beat Erne, Leiter Marketing und Kommunikation bei a.en auf Anfrage bemerkt, sind die Leitungen zwischen 40 und 60 Jahren alt. «Sie gehören noch zur Generation der Papierbleikabel», sagt er. Diese bestanden aus einem mit Öl imprägnierten papierisolierten Dreileiterkabel mit einem Blei- und einem Kunststoffaussenmantel. Nun werden handelsübliche Kunststoffkabel eingezogen. Der Ersatz sei auch im Rahmen des betriebsüblichen Erneuerungsrhythmuses vorgesehen, so Erne weiter.

Zudem wird gleichzeitig die dortige Strassenbeleuchtung erneuert. «Nicht etwa die Kandelaber», wie Erne betont, «ausschliesslich die Leuchtmittel.» Konkret: Anstelle der jetzigen Beleuchtungsmittel (Quecksilber-Dampf) treten dimmbare Leuchtdioden, die über die gesamte Lebensdauer als besonders wirtschaftlich gelten, bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz. Das Vorhaben der a.en schlägt mit rund 250 000 Franken zu Buch. Drei bis vier Monate werden die Bauarbeiten beanspruchen.

Mehrere Parteien nutzen das Projekt

Allerdings ist die a.en nicht einzige Bauherr an der Gösgerstrasse. Gleichzeitig verlegt der Kanton im fraglichen Abschnitt sogenannte Leerrohre für Kommunikationszwecke. Und auch die SBB wirkt mit. «Der Ursprung dieser Bauarbeiten liegt in einem Kurzschluss eines alten Mittelspannungskabels, welches das Werk von SBB Personenverkehr mit Energie versorgt», so Rebecca Spring von der SBB-Medienstelle.
Sind alle Arbeiten erledigt, wird die jetzt gesperrte Fahrbahn auf ganzer Länge noch mit einem neuen Deckbelag versehen. Spätestens ab dann ist sie wieder so etwas wie ein Garant für den ungehindert fliessenden Verkehr zwischen Olten und den Gemeinden des Bezirks Gösgen.

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