Olten

Sie sorgt für die schöne Bescherung für benachteiligte Familien

Tamara Bösch hat sich für ihre Aktion von «Radio Argovia» inspirieren lassen.

Tamara Bösch hat sich für ihre Aktion von «Radio Argovia» inspirieren lassen.

Die Oltnerin Tamara Bösch will mit ihrer Aktion «Wiehnacht für alli» benachteiligten Familien Geschenke vermitteln – bisher wurden 11 Wünsche erfüllt.

Vor kurzem erweckte ein Beitrag in der Oltner Facebook-Gruppe die Aufmerksamkeit vieler Nutzerinnen und Nutzer. Tamara Bösch bewarb darin die Aktion «Wiehnacht für alli», welche sie selbst ins Leben gerufen hatte. Bösch ist seit acht Jahren Primarlehrerin. «In meinem Beruf sieht man in viele Familien hinein, die am Existenzminium leben und kein Geld haben, die Weihnachtswünsche ihrer Kinder zu erfüllen», erzählt sie. Dem wollte sie dieses Jahr mit ihrer Aktion entgegenwirken. In der Art der Ausführung hat sie sich vom Sender «Radio Argovia» inspirieren lassen.

Dieser organisiert unter demselben Namen, den Bösch gewählt hat, seit 14 Jahren Weihnachtsgeschenke für sozial benachteiligte Kinder im Kanton Aargau. Als die Primarlehrerin schliesslich auch noch von einer ähnlichen Aktion in Deutschland auf der Social-Media-Plattform Instagram hörte, entschied sie sich endgültig «Wiehnacht für alli» in Olten für Menschen aus der Region in Gang zu setzen. Sie spricht damit nicht nur Kinder an, auch Erwachsene und Familien dürfen ihre Wünsche in das vorbereitete Online-Formular eintragen.

Viele positive Rückmeldungen auf die Aktion

Mit ihrem Beitrag auf Facebook stiess sie auf viel positive Rückmeldungen. Es gab einige Oltnerinnen und Oltner, die Bösch ihre Hilfe zusicherten. So konnten bis jetzt schon 11 Wünsche erfüllt werden. Darunter waren zum Beispiel ein Fussball mit Goalie-Handschuhen, eine Reise in den Europapark, ein Playmobil-Set und neue Bettwäsche. 40 Leute warten zudem noch darauf, einen Wunsch erfüllen zu dürfen.

Um die Tragweite ihres Projekts noch zu erweitern hat, Bösch mittlerweile die Schulleitungen aller Oltner Schulen angeschrieben und sich mit dem Sozialamt in Verbindung gesetzt. Sie hofft, dass das Amt ihren Flyer in Haushalte bringt, welche die Erfüllung eines Wunsches am meisten benötigen. Die Hemmschwelle, sich selbst etwas zu wünschen – speziell von fremden Personen –, sei jedoch hoch, meint Bösch. Die Aktion ist deswegen so ausgelegt, dass man sich auch etwas für Drittpersonen wünschen kann.

Auch in anderer Jahreszeit möglich

Es war ihr ein spezielles Anliegen «Wiehnacht für alli» im aktuellen Jahr zu realisieren, das für viele bestimmt besonders hart war. Die Lehrerin ist aber auch nicht abgeneigt, die Aktion wieder einmal durchzuführen – nicht nur zur Adventszeit. Im Sommer seien zum Beispiel viele Eltern dankbar um finanzielle Unterstützung für den Schulstart ihrer Kinder, um Rucksäcke, Schreibzeug und Schulbücher anzuschaffen.

Noch möchte sie jedoch nichts versprechen. «Dieses Jahr ist die Solidarität unter den Menschen grösser als sonst», meint Bösch. Sie habe zudem mehr Zeit zur Verfügung als im Normalfall, deswegen war die Durchführung der Aktion dieses Jahr auch so spontan möglich.

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