Hägendorf

Räumungsverkauf im «Lampart's»: Der Weinkeller hat schon einen Abnehmer gefunden

Gourmet-Utensilien zum Schnäppchenpreis

Gourmet-Utensilien zum Schnäppchenpreis

Das "Lamparts" in Hägendorf schloss nach 20 Jahren seine Türen. Das Inventar des Gourmet-Tempels steht nun zum Verkauf. Einige Gegenstände sind bei den Kaufinteressierten besonders begehrt.

Das Gastro-Duo Lampart lädt dieser Tage zum Räumungsverkauf nach Hägendorf.

Vieles ist schon vergeben. Das sei vorweg gesagt. Aber: Warum sich nicht auf ein Schnäppchen hinwagen zu Reto und Anni Lampart, die über zwei Jahrzehnte der Region zu gastronomischem Glanz verholfen haben? Jetzt legt das Paar eine Pause ein und verlässt seinen alten Wirkungsort in Hägendorf.

Seit Freitag läuft deshalb auch der Räumungsverkauf bei Lamparts. Teller, Töpfe, Tassen, einzelne Flaschen mit edlen Tropfen. Auch wenn der Weinkeller an einen Freund des Hauses geht, den die Lamparts bei der Lancierung eines eigenen Gastrobetriebs unterstützen wollen. «Das ist natürlich auch ein Glücksfall, für beide», sagt Reto Lampart. «Mit einzelnen Flaschen können Sie in einem Weinkeller nicht viel anfangen.» Darum finden sie sich im Räumungsverkauf. Und so stehen die Flaschen auf einem drei Meter langen Tisch im Empfangsbereich. Der Tisch übrigens wäre auch zu haben, ebenso die Deckenlampe, die darüber hängt. Eigentlich schon fast ein Liebhaberstück wie so vieles, was sich den Besuchern bietet.

Deko-Material und andere Möbel – auch solcherlei ist zu haben. Wer sich jemals in der Lounge räkelte, hängt womöglich an einem der Sofas oder Beistelltische, womöglich gar an einer Stehleuchte. Aber auch Stühle aus dem Restaurantbereich sind zu haben. Lampart hat das Inventar von Gastro Suisse schätzen lassen. Billig im eigentlichen Sinne des Wortes ist nichts. Der Verkauf erinnert in keiner Art und Weise an eine klassische Brocante, wo alles und jedes für einen Fünfliber zu haben ist. Mann und Frau müssen schon Liebhaber sein.

Zum Räumungsverkauf ist’s gekommen, weil der Besitzer des Hauses nicht interessiert war am Inventar der Lamparts. So kommt selbst die Kühlzelle, die in ihren Ausmassen fast an eine Einzimmerwohnung erinnert, unter Interessenten. «Ein paar Dinge werden wir sicher für uns behalten», so der Gastronom. «Dinge, zu denen wir eine nähere emotionale Beziehung haben.» Die Stränge der Weihnachtsbeleuchtung gehören eher nicht dazu. Lampart lacht. «Die hab‘ ich jeweils eigenhändig montiert im Spätherbst.» Auch sie sind zu haben, während die Vorhangstangen schon vergeben sind. «An die hab‘ ich noch nicht mal mehr gedacht», sagt er lachend. Noch bis Ende März, so glauben Reto und Anni Lampart, wird die Abwicklung ihres Betriebes dauern. Dann ist das Lampart’s Geschichte.

Räumungsverkauf: 8. und 10. Februar, 09 bis 16 Uhr.

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