Vielleicht war die Idee zu wenig originell, nicht zwingend. Wer weiss. Aber der Oltner Stadtrat ist mit seiner Projekteingabe beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) schon in der ersten Runde durchgefallen. Über 130 Interessenbekunden habe es gegeben, liess das Bafu die Stadt wissen. Das Oltner Projekt sei nicht in die engere Auswahl gekommen. In der Märzsession 2018 war der Stadtrat mit einer Motion, die durch den Stichentscheid des Präsidenten eine Mehrheit bekam, beauftragt worden, am Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» des Bundes teilzunehmen. Es ging darum, zur Ausschreibung des Bafu ein neues oder ein bereits laufendes städtisches Projekt einzureichen.

Gemäss Informationen der Stadtkanzlei hatte sich Olten mit der Projektidee «Bäume in Privatgärten der Stadt Olten – Massnahmen zur Anpassung des Siedlungsraumes an den Klimawandel» beworben. Grund dafür: Das Siedlungsgebiet der Stadt weist eine schwindende Anzahl von grossen und klimaschutzwirksamer Stadtbäume auf. «Das Bewusstsein und die Kenntnisse der Bevölkerung und der Grundeigentümer zum Thema Baum und Klima sind noch wenig entwickelt.» So kommentierte die Stadt ihre auf drei Jahre veranschlagte Projektidee. «Das Projekt war in dem Sinn neu, die Wechselwirkung Baum-Klima aber durchaus bekannt», sagt Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage.

Unter Einbezug lokaler Projektpartner hätte gemäss Projektbeschrieb unter anderem eine Sensibilisierungskampagne, die beratende Unterstützung bei Planung von Massnahmen zur Erhaltung und Neuschaffung von geeigneten Baumbeständen sowie eine erste Realisierungsetappe gehört. Die Gesamtkosten wurden auf rund 90'000 Franken geschätzt, wobei der Bund gemäss Pilotprojekt die Hälfte übernommen hätte. Nach der Ablehnung durch das Bafu will der Stadtrat von weiteren Bemühungen zum Thema absehen.