Oltner Fasnacht

Obernaar Reto dr Auerletscht macht seinem Namen schon jetzt alle Ehre

Reto dr Auerletscht hat in Olten die Macht übernommen: Mit dem Motto «Mia san Mia» will er die Fasnacht zum bayrischen Gaudi werden lassen: Die Stadt ist dekoriert, das Wetter stimmt und mit den Spezialeffekten hat die Säli-Zunft schon mal Kreativität bewiesen, wie der Naarenstopf zeigte.

Wer in Olten in Zeiten ohne Budget regieren muss, hat es nicht leicht. Ist dann noch eines der Wahrzeichen wie die Alte Holzbrücke nur eingeschränkt passierbar, ist Erfindergeist gefragt. Das zeigte die Säli-Zunft gestern Abend beim Naarenstopf ein erstes Mal: Statt beim Schwanenmätteli wie üblich sind Reto dr Auerletscht und seine Trabanten bei der Badi an Land gegangen und haben sich erst auf der Terrasse vor dem Schütziparkplatz dem Naarenvolk gezeigt.

Naarestopf Olten 2019 bko

Obernaar Reto dr Auerletscht beim Naarenstopf


Nach den ersten La-Ola-Wellen ging es via Salzhüsliweg auf den Ildefonsplatz. Und hier machte Reto dr Auerletscht seinem Namen ein erstes Mal alle Ehre: Es war 21.11 Uhr, als der Naarenchlapf bereits verspätet losging, aber vom Obernaaren noch keine Spur war. Seine Trabanten unterhielten die wartenden Schaulustigen, indem sie dem Obernaaren via (vorbereiteten) WhatsApp-Chat schrieben, der öffentlich auf eine Hauswand projiziert war. Dieser postete ein Foto aus dem «Kreuz». Wirt Roger Lang hätte ihm gerade noch ein Bier spendiert.

Um 21.17 Uhr gings dann mit seiner Proklamations-Rede los. Er versprach nicht nur eine «geile» Fasnacht, sondern dass er am Aschermittwoch garantiert als «Auerletscht» nach Hause gehen würde (siehe Rede rechts). Mit den an den Hauswänden wiedergegebenen Konterfeis des Obernaaren und Logos der Säli-Zunft gab es weitere Spezialeffekte. Mitten in seiner Rede erleuchtete zudem plötzlich auch der ganze Platz in Blau-Weiss, den Farben der Säli-Zunft. Auch die Altstadt ist mit Fähnchen und Laternen dekoriert und soll so die Fasnachtsstimmung rüberbringen.

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