Die Sportpark-Vorlage mit den jährlich wiederkehrenden 700'000 Franken an die Betriebskosten der stadteigenen Firma und den Subventionen an die Eissportvereine hat das Oltner Stimmvolk klar mit 58 Prozent Ja-Stimmenanteil gutgeheissen. Die vielleicht wichtigste Vorlage der drei städtischen Abstimmungen hat die Volks-Hürde damit relativ locker geschafft. Zur Erinnerung: Vor viereinhalb Jahren wurde das gleiche Geschäft nur hauchdünn mit einem Unterschied von 45 Stimmen angenommen. Damals gab es allerdings einen Unterschied im Abstimmungskampf: Es weibelte auch ein Gegnerkomitee um den früheren Grüne-Gemeindeparlamentarier Cyrill Jeger um Nein-Stimmen, dieses Mal gab es nur ein Pro-Komitee.

Dementsprechend zeigt sich Verwaltungsratspräsident Heinz Eng von der Sportpark Olten AG zufrieden mit dem Resultat und bedankte sich bei allen, die sich für ein Ja eingesetzt haben. «Wir hätten einen Plan B gehabt, nun kommt zum Glück der bisherige Plan A zur Anwendung», sagt der FDP-Parlamentarier auf Anfrage. Die Freude sei gross, dass es nun weitergehen könne. Allerdings mit einer Einschränkung. Weil gleichzeitig das Budget 2019 abgelehnt wurde, kann die Stadt Olten die Finanzierung der flexiblen Banden für 270'000 Franken nicht auslösen. Diese sind aber zentral, damit der EHC Olten als wichtigster Mieter die Spiellizenz für die nächste Saison 2019/20 erhält. «Wir werden die Banden vorfinanzieren müssen», sagt Eng. Wie dies geschieht, ist noch nicht abschliessend geklärt. Hingegen steht trotz Volks-Nein zum Budget 2019 einer Erneuerung der Leistungsvereinbarung, die Ende April 2019 ausläuft, nichts im Wege. Die 700'000 Franken an die Sportpark Olten AG sind also gesichert und müssen auch nicht mehr an die Urne, solange der Beitrag nicht verändert wird. Der Beitrag wurde unbefristet gesprochen.

Ebenfalls erfreut über den Entscheid ist die zuständige Stadträtin Iris Schelbert von der Direktion Bildung und Sport. «Hätte die Stimmbevölkerung Nein gesagt zur Sportpark-Vorlage, hätten die Oltner einen epochalen Mist gebaut.» Die Stadt Olten hätte etwa 7,6 Millionen Franken abschreiben müssen. Zudem wäre bei einem allfälligen Volks-Nein unklar gewesen, wie es mit dem Eissport in Olten weitergegangen wäre. Gemäss Verwaltungsratspräsident Eng wäre die Sportpark Olten AG, die zu 90,2 Prozent der Stadt gehört, zahlungsunfähig geworden, weil mit 700 000 Franken die Hälfte der jährlichen Betriebsbeiträge weggefallen wären. Die Gesellschaft hätte Konkurs anmelden und den Betrieb runterfahren müssen. Ob der EHC Olten in der nächsten Saison noch im Kleinholz hätte spielen können, wäre nicht sicher gewesen.

Im Gemeindeparlament wurde die jetzige Vorlage vergangenen Dezember mit
22 Ja-, keinen Nein-Stimmen, aber 10 Enthaltungen gutgeheissen. Letztere stammten mehrheitlich von der Fraktion SP/Junge SP. Diese goutierte es nicht, dass die Leistungsvereinbarung während der Debatte noch nicht vorlag und das Parlament auch keinen Einfluss darauf nehmen kann.