Olten

Nach Volks-Ja zum Haus der Museen: Am Mittwoch gibts bereits die erste Sitzung

Ab Frühling 2017 soll die Liegenschaft an der Konradstrasse 7 zum Haus der Museen umgebaut werden.Bruno Kissling/Archiv

Ab Frühling 2017 soll die Liegenschaft an der Konradstrasse 7 zum Haus der Museen umgebaut werden.Bruno Kissling/Archiv

Nach Volks-Ja soll es bei der Umsetzung des Hauses der Museen rasch vorwärtsgehen. Das Leitbild wurde von Museumskommission noch vor der Abstimmung genehmigt.

Die Freude über das Ja von 82 Prozent des Oltner Stimmvolks zur Vorlage Haus der Museen ist bei den Verantwortlichen der Stadt gross: «Das ist ein klares Bekenntnis der Bevölkerung zu den Museen», sagt Stadtpräsident Martin Wey. «Diese Abstimmung zeigt, dass die Museen bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert geniessen», pflichtet ihm Peter Flückiger bei, Leiter des Naturmuseums und Projektverantwortlicher Haus der Museen. Er hat zusammen mit seinen beiden Kolleginnen Luisa Bertolaccini vom Historischen Museum und Karin Zuberbühler vom Archäologischen Museum Kanton Solothurn für ein Ja an der Urne geworben (wir berichteten).

Doch lange feiern will man bei den Spitzen der drei Institutionen nicht. Peter Flückiger hat laut eigenen Angaben einen «sportlichen Zeitplan» vor sich, bis das Haus der Museen im Herbst 2019 eröffnet werden soll. Um keine Zeit zu verlieren, hat der Projektleiter bereits für diesen Mittwoch die erste Sitzung anberaumt, um das weitere Vorgehen mit seinen beiden Kolleginnen zu besprechen.

Bereits klar ist, dass Historisches und Archäologisches Museum Kanton Solothurn, welche sich derzeit in der umzubauenden Liegenschaft an der Konrad-strasse 7 befinden, nur noch bis Januar 2017 geöffnet haben werden. Danach müssen sie schliessen, damit der Umbau und die Renovation des künftigen Hauses der Museen ab Frühling 2017 beginnen kann. Das Naturmuseum hingegen, welches sich an der Kirchgasse 10 befindet, wird noch bis September 2018 für die Besucher offenbleiben. Das heisst, zwei Museen werden über zweieinhalb Jahre nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein, das Naturmuseum für ein Jahr. «Es wird keine Ausweichräumlichkeiten geben», sagt Flückiger.

Im Herbst 2018 soll das Haus der Museen bereits soweit renoviert sein, dass die drei Museumsleiter damit beginnen können, ihre Ausstellungen aufzubauen. «Uns schwebt etwas Flexibles vor, damit wir die Dauerausstellungen bei Bedarf auch aktualisieren können», sagt Flückiger. Was in den neuen Ausstellungen nicht mehr Platz hat, wird im Kulturgüterdepot der Stadt eingestellt.

Hier solls zu Synergien kommen

Das Leitbild des künftigen Haus der Museen, welches als Grundlage für die Zusammenarbeit der drei Institutionen gilt, wurde von der Museumskommission bereits vor der Abstimmung verabschiedet. Darin heisst es etwa, dass die drei Häuser zwar «eng zusammenarbeiten, aber im Sammlungs-, Ausstellungs- und Vermittlungsbereich eigenständig» sind. Trotzdem sei das «Haus der Museen mehr als die Summe seiner Museen». Die Vorteile der räumlichen Nähe werden aufgeführt, bei denen es zu Synergien kommen soll – und damit auch zu möglichen Einsparungen bei den Betriebskosten: einen gemeinsamen Eingang mit Kasse und Museumsshop; gemeinsames Personal bei Empfang, Hauswartung, Reinigung und Museumstechnik; gemeinsame Angebote wie Audioguides oder Führungen. Zudem sollen inhaltliche Querbezüge bei Ausstellungsobjekten hergestellt werden. Gewisse Bereiche wie Veranstaltungsraum, Museumskino oder das als Museumscafé fungierende «Magazin» können ferner von allen Museums-Besuchern genutzt werden. Damit soll das Haus der Museen im Innern, aber auch als Brand in der Öffentlichkeit als Einheit wahrgenommen werden, heisst es im Leitbild weiter. So soll es zur «Standortattraktivität von Olten» beitragen und auch eine «wichtige Bedeutung für die Schule als ausserschulischer Lernstandort» erhalten. Kommentar rechts

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