Die Solothurner Polizei ist am Samstagmorgen nach Dulliken zu einem Mehrfamilienhaus ausgerückt. Der Auslöser war ein Fall von häuslicher Gewalt in der Nacht. Ein Mann hatte seine Frau mit einer Waffe bedroht. Beim Eintreffen der Polizei verliess die Frau fluchtartig die Wohnung. «Sie weinte und schrie herum, dass er eine Waffe habe und wir alle weg sollen», berichtet eine Augenzeugin gegenüber TeleM1.

Der Mann verschanzte sich in der Wohnung. Die Polizei liess sich Zeit, observierte die Wohnung. «Das Ziel war es, dass keine Personen verletzt werden», so Thomas Kummer, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, gegenüber dem Sender. 

Mit der Hilfe einer Bezugsperson nahmen die Einsatzkräfte Kontakt zum Mann auf. Um 13.15 Uhr verliess er die Wohnung schliesslich. Dabei konnte er durch die Sondereinheit Falk angehalten werden. Fast 40 Personen waren insgesamt aufgeboten worden. 

Der 43-jährige Italiener wurde medizinisch betreut, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Er soll allenfalls «einer geeigneten Institution» zugeführt werden. Laut Nachbarn soll er psychische Probleme haben. Er soll öfters mit Perücke und einer Maske herumgelaufen sein. 

Nachbarin Siegried Bucher sagt gegenüber TeleM1: «Es heisst, dass er die Frau ab und zu schlägt.» Sie hat schon mitbekommen, wie die Polizei und Krankenwagen vor Ort waren. Einmal sei die Frau mitgenommen worden.

So haben die Nachbarn das Drama beim Grosseinsatz in Dulliken miterlebt

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Rund 12 Stunden dauerte der Grosseinsatz. Die Anwohner konnten während dem Grosseinsatz weder das Haus verlassen, noch betreten.

Die Polizei hat die Waffe sichergestellt. Nun wird abgeklärt, ob die Waffe dem Italiener rechtmässig gehört.

Das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt. Sicherheitshalber wurden mehrere Bewohner der Liegenschaft vorsorglich evakuiert. Besucher wurden fortgeschickt.

Eine unmittelbare Gefährdung von Drittpersonen bestand nicht. (ldu)

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