Die Jahresrechnung 2018 der Einwohnergemeinde Boningen, die von Gemeinderat Rolf Nussbaumer erläutert wurde, schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 84’241 Franken ab. Dies bei einem Gesamtertrag von 3,593 Mio. Franken und einem Gesamtaufwand von 3,509 Mio. Franken. Im Voranschlag war noch mit einem Defizit von 123’000 Franken gerechnet worden. Damit schliesst die Rechnung des vergangenen Jahres um 207’000 Franken besser ab als vorausgesagt. An das gute Ergebnis haben vor allem die Steuerzahler beigetragen, legte der für das Ressort Finanzen zuständige Rolf Nussbaumer dar.

Vor allem zusätzliche Steuern bei den natürlichen Personen aus dem vorhergehenden Jahr und Steuern bei den juristischen Personen spülten über 210’000 Franken mehr in die Gemeindekasse. Dem stehen geringere Steuereinnahmen bei anderen Rubriken von 40’000 Franken gegenüber. Die Bildung, der grösste Ausgabenposten, legte bei einem Volumen von 1,523 Mio. Franken eine Punktlandung hin.
Bei der Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung resultiert ein Plus von 8000 Franken, während es bei der Abwasserentsorgung einen Aufwandüberschuss von knapp 34’000 Franken gab. Beide verfügen über einen genügenden Stock an Eigenkapital. Die 25 in der Schnäggehalle anwesenden Stimmberechtigten hiessen die Rechnung 2018 ohne Diskussion einstimmig gut.

Länger feuerwehrpflichtig

Gemeinderat Beat Wyttenbach, Leiter des Ressorts Umwelt, Sicherheit sowie Soziales und damit Mitglied des Feuerwehrrats präsentierte das einzige Sachgeschäft des Abends. In Koordination mit der Regionalfeuerwehr Untergäu (RFU) schlug er vor, das Dienstalter für Angehörige der Feuerwehr von aktuell 42 auf 47 Jahre zu erhöhen. Dies erfordert eine Anpassung des Reglements. Wyttenbach nannte für seinen Antrag zwei Gründe: Ersten verspricht er sich eine Entspannung beim Personalbestand. Wenn vor allem mittlere Kader länger im Korps bleiben, kann die Feuerwehr entsprechend länger von ihrem Knowhow zehren. Zudem kennen viele Feuerwehren der Umgebung bereits heute ein höheres Dienstalter. Zweitens bedeutet eine Dehnung der Dienstpflicht bei den Meisten eine verlängerte Zahlungspflicht. Dieses Geld kann dringend für die Beschaffung von Fahrzeugen und Material gebraucht werden.

Eine Stimme aus dem Plenum witterte in Wyttenbachs Ansinnen eine versteckte Steuererhöhung für Personen, die gar keine Feuerwehreinsätze leisten können. Dem widersprach der als Gast anwesende Philipp Felder, Kommandant der RFU. Von gut 300 jungen Dienstpflichtigen treten jährlich gerade mal ein Dutzend in die Feuerwehr ein. Es hätte also noch genügend freie Plätze. Und Menschen mit Behinderungen seien ohnehin vom Bezahlen befreit. Betroffen sind die Jahrgänge 1979 und jünger, präzisierte er überdies. Die Versammlung stimmte dem Antrag grossmehrheitlich bei einer Enthaltung zu.

Falls die andern vier Vertragsgemeinden der RFU Hägendorf, Kappel, Rickenbach und Wangen der neuen Alterslimite ebenfalls zustimmen, tritt sie Anfang 2020 in Kraft.
Zum Schluss orientierte Gemeindepräsident Manfred Zimmerli über kommende Geschäfte. So steht die Ortsplanrevision an, ebenso die Überprüfung der Abwasseranlage und des Kanalisationsnetzes.