Olten

Isabelle Bitterli und Werner Nydegger bringen Bilderbuch über«König Corona» heraus

Isabelle Bitterli und Werner Nydegger haben ein Bilderbuch zur Coronapandemie herausgebracht.

Isabelle Bitterli und Werner Nydegger haben ein Bilderbuch zur Coronapandemie herausgebracht.

Im Oltner Verlag Kobold Books von Werner Nydegger und Isabelle Bitterli ist dieser Tage ein Bilderbuch erschienen. Mit «König Corona» ist das Thema natürlich hochaktuell.

Topaktuelle Bücher erscheinen nicht alle Tage; Bilderbücher schon gar nicht. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme. Diese Ausnahme machen Isabelle Bitterli und Werner Nydegger aus. In diesen Tagen ist ihr gemeinsamer Erstling «König Corona» erschienen. Beide sind sie keine Unbekannten in der Stadt Olten: Nydegger ist schon seit Jahrzehnten als Kunstschaffender über die Stadt hinaus aktiv und bekannt, selbiges gilt für Isabelle Bitterli als Gastronomin und Autorin. Die Veröffentlichung ihres Erstlings «Wahre Gasthaus Geschichten» liegt kaum zwei Monate zurück.

Und jetzt folgt ein Bilderbuch zum Thema der Stunde: Coronapandemie. Daran orientiert sich das neueste Werk und erzählt aus dem Leben von König Corona, dem Herrscher des mikrokosmischen und bislang unbekannten Königreichs. «Mitte April kam die Idee dazu auf. Wir machten uns sogleich ans Schreiben, Illustrieren und Organisieren», so Isabelle Bitterli. Und Mitte Mai wurde das Kinderbuch «König Corona» mit einer spannenden Geschichte und 14 wunderschönen Bildern auch schon geliefert. Nydegger fertigte Zeichnungen mit Farbstift, doppelseitig. Innert zweier Wochen habe er alles beisammen gehabt. «Da kommen schon mal Arbeitstage mit bis zu 17, 18 Stunden zusammen», sagt er. So nebenbei: Nydeggers Handschrift ist dabei unverkennbar.

Das Elend mit diesen Königen

Aber zum Inhalt: Ach; es ist ein Elend mit diesen Königen. Sie kennen meist kein Mass. Das gilt eben auch für König Corona, der in seiner Boshaftigkeit nichts Gescheiteres weiss als seine Soldaten, die bezeichnenderweise Viren heissen, in die Welt hinauszuschicken, um als tickende Krankheitsbomben von Menschen aufgenommen und weitertransportiert zu werden. Der Ausbruch der Krankheit ist dabei inbegriffen. Die Idee, die Krieger «Viren» zu nennen, kam dem königlichen Diener, weil dem Herrscher etwas mit Schleim vorschwebte, das lateinische Wort «Virus» zwar dasselbe bedeutet, aber leicht auszusprechen ist.

Bei aller Tragik: Das kleine Scheusal König Corona hat nicht mit der Schlauheit und dem Erfindergeist des Menschen gerechnet. Jedenfalls weiss sich der Mensch zunehmend zu wehren. Die Geschichte endet auf alle Fälle gut. Oder aber zumindest mit der Gewissheit, Zeitzeuge der aussergewöhnlichen Pandemie geworden zu sein. So wünscht man sich ein langes Leben für «König Corona».

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