Oensingen/Balsthal

Hilfe für Kinder aus sozial benachteiligten Familien

Hilfe für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. (Symbolbild)

Hilfe für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. (Symbolbild)

Seit August 2009 läuft im Kanton das präventive Frühförderungsprogramm «schritt:weise». Und nun wird es auch in Thal und Gäu gestartet.

Das Programm ist speziell gedacht für «Kinder aus sozial benachteiligten Familien im Alter zwischen 18 Monaten und drei Jahren sowie deren Eltern, denen es in der aktuellen Lebenssituation nicht möglich ist, angemessen auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen.» Konkret geht es um soziale Benachteiligung durch Armut, Arbeitslosigkeit, belastende Verhältnisse bezüglich Wohnung oder Familie, ferner um Überforderung, psychische Krankheiten oder Isolation.

Das Ziel ist, Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern, die Eltern sozial zu vernetzen und in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken. Angeboten wird das Programm im Rahmen des kantonalen Massnahmeplans zur Gewaltprävention und durch die Stiftung Arkadis Olten sowie den heilpädagogischen Dienst Solothurn umgesetzt.

Oensingen und Balsthal gemeinsam

Bisher nehmen 60 Familien an sieben Standorten am Programm teil, das nun für den ländlichen Raum weiterentwickelt wird. Um das Programm zu initiieren, wurde ein Standort für ein Pilotprojekt gesucht. Die Abklärungen von Christian Bachmann, Fachexperte Prävention im Amt für soziale Sicherheit, ergaben, dass die Gemeinden Oensingen und Balsthal gemeinsam einen optimalen Standort bilden würden. Zudem hätten in Thal und Gäu noch keine Familien vom Programm profitieren können. Es soll vorerst vier Jahre dauern und zweimal je 15 Familien angeboten werden.

In vier Jahren weitersehen

Finanzielle Konsequenzen hat das Programm weder für Balsthal noch Oensingen, da der Kanton die Kosten übernimmt. Wenn nach vier Jahren die Resultate vielversprechend sind und die Gemeinden weiterfahren wollen, so müssten sie für acht betreute Familien jährlich 20500 Franken aufwenden. Im Oensinger Gemeinderat wurde das Programm grundsätzlich begrüsst, dies jedoch nicht einfach deshalb, weil es in der ersten Phase kostenlos ist.

Man sehe, dass offenbar der Bedarf da ist, und sei durchaus bereit, später über die Weiterführung zu diskutieren. Gefordert wurde aber, dass die für das Programm verantwortlichen Personen in Kontakt stehen mit jenen Stellen, die sich bereits um die sozial Benachteiligten kümmern.

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