Mode und Corona

Hand in Hand gegen Corona: Oltner Stricklabel lanciert Charity T-Shirt

FEEL A FIL lanciert ein Charity T-Shirt: Hand in Hand gegen Corona

FEEL A FIL lanciert ein Charity T-Shirt: Hand in Hand gegen Corona

Das noch junge Stricklabel FEEL A FIL aus Olten lanciert ein Wohltätigkeits-T-Shirt: Pro verkauftes Stück werden 25 Franken an lokale gemeinnützige Organisationen gespendet, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind. Die Designerin will in der Krisensituation gerne etwas retour geben.

Die vom Bundesrat angeordnete Schliessung der Boutiquen im Zuge der Coronakrise wirkt sich auch auf das nachhaltige Schweizer Stricklabel FEEL A FIL mit Sitz in Olten aus. Die Einnahmequellen fehlen. Aber Not fördert auch Kreativität, wie CEO Selina Peyer im Interview erzählt: «In solchen Situationen liegen auch Chancen, man wird erfinderisch.»

So lancierte das Label sein erstes T-Shirt, bei dessen Kauf 25 Franken an lokale gemeinnützige Organisationen und Initiativen gespendet werden, die besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Dies könne zum Beispiel die Lungenliga oder ein Altersheim in der Region sein. «Das T-Shirt soll da helfen, wo die Folgen des Virus besonders zu spüren sind.» Da die 25 Franken aus der eigenen Kasse gespendet seien, würden zukünftige T-Shirts zum gleichen Preis verkauft werden. Gespendet werde vorerst etappenweise, sobald 100 Franken zusammenkommen. Obwohl Peyer bereits Institutionen vorgesehen hat, nehme sie auch gerne Vorschläge ihrer Kunden entgegen. 

Etwas zurückgeben

Die Idee entstand dadurch, dass sich auch FEEL A FIL mit den Schwierigkeiten des Coronavirus konfrontiert sah. «Die Solidarität, die jetzt gerade spürbar und notwendig ist, um möglichst gut wieder aus dieser Krise hinauszukommen – davon wollte ich etwas zurückgeben», erzählt Peyer. In einer solchen Situation sei es wichtig, einander zu helfen und sich die Hand zu reichen. «Auch wenn wir nicht physisch nahe beieinander sein können, müssen wir trotzdem zusammenhalten.» 

Trotz «Social Distancing» miteinander verbunden

Das aus Biobaumwolle hergestellte T-Shirt mit dem Namen «HAND IN HAND» wurde in der Schweiz designt und in Deutschland in einem kleinen Familienbetrieb gestrickt und konfektioniert. Die Etikettierung und die Bestickung der Blindenschrift finden wiederum in der Schweiz statt. Ein Stück kostet 269 Franken. Das sei zwar teuer, aber gleichzeitig müsse man sich bewusst sein, dass es sich um einen positiven Konsum handelt, der nachhaltig sei, erklärt Peyer. Zusätzlich würden mit dem Kauf lokale Hersteller unterstützt, welche momentan mit Umsatzeinbussen zu kämpfen hätten. 

Auf dem T-Shirt sind zwei ineinandergreifende Hände zu sehen, welche ein Symbol der Solidarität, des Helfens und des Miteinanders darstellen sollen. Da das Label auf der Inspiration des Tastsinns blinder Menschen basiert, sind die eingearbeiteten Strukturen deutlich spürbar. Schliesslich ist das Konzept des ganzen Labels: «Alles was sich gut anfühlt und spannend ist, das wertschätzt man mehr und bleibt schlussendlich auch länger im Kleiderschrank.» Und dazu kommt: Mit dem Kauf eines Charity-T-Shirts habe man auch ein Andenken daran, dass man in einer so schwierigen Situation geholfen hat, meint Peyer. 

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