Stiftungsverein Pro Bornkapelle

Förder- und Ehrenpreis gehen an Isabelle Ulrich und Pascale Pirovino

preisverleihung

Preisträgerinnen mit Blumenstrauss: Pascale Pirovino (links) und Isabelle Ulrich zusammen mit den weiteren Nominierten an der Feierstunde im Pfarreisaal; es fehlen Daniela Friedli und Jasmine Asatryan.

preisverleihung

Der Stiftungsverein Pro Bornkapelle Kappel vergab am Sonntag im Pfarreisaal erstmals zwei Preise; einen Förder- und einen Ehrenpreis.

Isabelle Ulrich (Musikerin) und Pascale Pirovino (Organistin/Chorleiterin) sind die aktuellen Trägerinnen des Kunstmaler-Hans-Grütter-Preises. Die Preise wurden gestern Sonntag im Pfarreisaal Kappel überreicht. Der Stiftungsverein Pro Bornkapelle Kappel vergibt diese Auszeichnung jeweils im Fünfjahresrhythmus. Mit der heurigen dritten Vergabe hielten aber Neuerungen Einzug. Erstmals wurden nämlich zwei Preise vergeben; einen Förder- und einen Ehrenpreis. «Wir haben die Gewichtung neu vorgenommen und dabei den Aspekt der Förderung mehr hervorheben wollen», so Roman Hellbach, Bürgerpräsident und Vorsitzender des elfköpfigen Stiftungsvorstandes.

Ein Vorhaben, welches auf breite Akzeptanz gestossen sei. Die zweite Neuerung: Nach Roman Wyss (Musik) und Fritz Brack (Malerei) wurden jetzt erstmals auch Frauen ausgezeichnet. Mit Isabelle Ulrich, die den mit 4000 Franken dotierten Förderpreis überreicht bekam und Pascale Pirovino, sie durfte den Ehrenpreis über 1000 Franken in Empfang nehmen, kamen zwei Vertreterinnen aus der Sparte Musik zum Handkuss.

Ein Wort zu den Preisträgerinnen

Isabelle Ulrich, in Kappel aufgewachsen, erlangte 2010 ihren «Master of Arts» in Musikpädagogik und tritt seither in verschiedenen Formationen auf. Neben ihren Auftritten ist sie als Querflötenlehrerin tätig. Pascale Pirovino ihrerseits wirkt seit drei Jahrzehnten als Organistin und leitet seit zwei Jahrzehnten auch den Kirchenchor Kappel. «Ich bin mir sicher: Unter den Nominierten hätten viele andere diesen Preis auch verdient», so Isabelle Ulrich, von der Preisvergabe noch völlig überrascht. Und für Pascale Pirovino ist der Ehrenpreis ein Zeichen der Anerkennung. «Und zwar für den ganzen Kirchenchor», wie sie sagt. Denn der erfahre für sein stetes Wirken im liturgischen Jahreskreis eigentlich doch recht wenig Anerkennung.

Ein Gramm Gold zum Trost

Die übrigen Nominierten erhielten, neben der Urkunde, auch ein Gramm Gold verliehen. Das Auswahlverfahren unter der Ägide des Vorstandes des Stiftungsvereins ist jeweils so kompliziert wie einfach zugleich: In mehreren heimlichen Wahlgängen wird die Preisträgerschaft aus dem Nominiertenkreis ermittelt. Bis zur eigentlichen Übergabefeier bleiben die Namen der Auserkorenen aber geheim.

Ein kleiner Verschwiegenheitstest für jene Vorstandsmitglieder, die nahe Verwandte im Kandidatenkreis wissen. So etwa Roman Hellbach, dessen Eherfrau Jeannine sich unter den Nominierten fand. «Ich jedenfalls hab’ nichts erzählt,» so Hellbach heiter. Interessantes Detail: Insgesamt 16 Nominationen wurden aus der Bevölkerung gemeldet, deren zwei verzichteten allerdings aus freien Stücken darauf, in den Kreis der offiziellen Kandidaten aufgenommen zu werden, wie der Stiftungsvereinspräsident erwähnte.

Die hübsche und unkomplizierte Feier wurde von rund 60 Personen besucht, die Nominierten waren im Pfarreisaal mit Porträtbildern, fein säuberlich nach Kategorien getrennt, vorgestellt worden. Aber es gab keine Laudationes, keine überschwänglichen Worte. Irgendwie herrlich und dem Dorf verbunden. Und es wirkte noch nicht mal aufgesetzt. Eigentlich schon fast bedauerlich, dass der Kunstmaler-Hans-Grütter-Preis nicht strenger verliehen wird. 

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1