Oltner Fasnacht

Fasnacht im Zeichen der Eule: Christof Schelbert gewinnt Plakettenwettbewerb zum elften Mal

Der Sieger der Plakettenprämierung 2020 heisst Christof Schelbert von der Bazillenzunft. Er gewinnt den Wettbewerb bereits zum elften Mal. Überraschend sind die Namen der beiden Nächstplatzierten.

Reto Wollschlegel ist noch in bester Erinnerung als letztjähriger Obernaar Reto dr Auerletscht von der Säli-Zunft. Er nutzte das Plus an freier Zeit nach seinem närrischen Amtsjahr, um zum ersten Mal überhaupt am Plakettenwettbewerb mitzumachen, und schaffte es auf Anhieb auf Platz zwei. Sein Entwurf zeigt unter dem Dach des Stadtturms spiegelsymmetrisch zwei Fasnachtsfiguren mit Narrenkappen.

Bereits öfters beworben hat sich Marcus Aebersold. Seit dem Jahre 2000 hat er nun nicht weniger als zwanzig Mal teilgenommen, jeweils immer mit mehr als einer Kreation. Und immer ging er leer aus. Doch dranbleiben lohnte sich. So gelang ihm heuer der Sprung aufs Podest. Den dritten Rang eroberte er mit der Umsetzung des Wappentiers der Hilari-Zunft, der Eule mit Narrenschelle. Im Gegensatz zu den vor ihm Platzierten ist Marcus Aebersold kein Fasnächtler. Der gelernte Dekorateur und Wohnberater ist aber kreativ und schuf in unzähligen Stunden ein Modell im Massstab 1:400 des Oltner Castrums zur Römerzeit.

Von der Hilari-Eule liess sich auch Christof Schelbert für seine Siegerplakette inspirieren. Die Hilari-Zunft als älteste Fasnachtszunft von Olten feiert dieses Jahr ihr hundertjähriges Bestehen.

Das Motto dieser Fasnacht heisst «100 Bro Hilari», anspielend auf das Jubiläum der Zunft. Es ist nicht erforderlich, dass das Fasnachtsmotto aufgegriffen wird, ebenso wenig wie das Zunftwappen. Trotzdem baute Schelbert die Eule in sein Abzeichen ein. Wie beim Springteufel, jenem Kinderspielzeug, bei dem ein Clown aus der Schachtel schnellt, wenn man den Deckel öffnet, spring in Schelbert Plakette eine Eule federnd aus dem Kistchen. Narrenschellen zeichnen sie als Fasnachtfigur aus.

Plakettenchef Christian Wüth­rich berichtete bei der Preisverleihung, dass 19 Künstlerinnen und Künstler mit insgesamt 33 Entwürfen teilnahmen. Dies seien 3 weniger als im Vorjahr, da ein sicherer Wert, eine Familie, diesmal pausierte. Die Sängerclique der Hilari-Zunft unter der Leitung von Thomas Maritz setzte danach einen musikalischen Schlusspunkt unter den gutbesuchten Anlass im Oltner Stadthaus.

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