Hägendorf

Erster Musikwettbewerb abgesagt: Alles wieder zurück auf Feld eins

Freit sich aufs nächste Jahr: Thomas Maritz.

Freit sich aufs nächste Jahr: Thomas Maritz.

Der erste Musikwettbewerb So Mi Mu We in Hägendorf ist abgesagt und wird im kommenden Jahr seine Premiere erleben.

«Ja, wie habe ich so schön gesagt: Solange der Volksschulunterricht stattfindet, findet auch unser Wettbewerb statt.» So hatte das OK-Mitglied Thomas Maritz als Musikschulleiter von Oensingen-Kestenholz und Niedergösgen Anfang März noch argumentiert, als die Schulschliessung vielleicht erahnt werden konnte, aber halt eben doch noch in weiter Ferne lag.

Und jetzt? Der langen Rede kurzer Sinn: Die Schulschliessung im Zeichen der nationalen Notstandsmassnahmen kam und mit ihr die Absage des «So Mi Mu We», des Solothurn Mitte Musikwettbewerbs, der am kommenden Samstag in Hägendorf über die Bühne gegangen wäre. Gut 100 Musikschülerinnen und -schüler aus den Musikschulen Untergäu, Gäu, Wolfwil-Fulenbach, Oensingen-Kestenholz, Balsthal, Holderbank, Mümliswil-Ramiswil, Laupersdorf sowie Matzendorf und angeschlossene Gemeinden hätten daran teilgenommen; in fünf Kategorien, wenn man so will und nach Altersklassen gesplittet: Holz- und Blechbläser, Gesang, Tasteninstrumente, Saiteninstrumente sowie Schlaginstrumente. Gar ein Pokal war vorgesehen gewesen für die Kategoriensieger. Und für jeden Teilnehmenden auch eine schriftliche Jurybewertung. «Natürlich nicht eine so ausführliche wie jene aus einem Musikfest», sagt Maritz.

Mittlerweile ist die Premiere des Wettbewerbs um ein Jahr hinausgeschoben. «Die Veranstaltung ist für März 21 vorgesehen; wieder in Hägendorf», sagt Maritz. Genaueres könne er aber noch nicht sagen. Schülerinnen und Schüler hätten die Absage gut aufgenommen. «Irgendwie hat sich das Ganze eben doch abgezeichnet», so der Musikschulleiter weiter.

Nun wird der Wettbewerb neu lanciert, einbezahlte Startgelder werden zurückerstattet. Das bietet doch eine gewisse Gewähr dafür, dass in der kommenden Planung weitere Feinheiten berücksichtigt werden können, so Maritz. «Unter’m Jahr gibt’s auch immer wieder Veränderungen.» Schüler ziehen weg, wechseln die Schule, Neuzuzüger. Da sei‘s besser, bei Null anzufangen. Bezüglich der Sponsoren hofft Maritz, dass diese «bei der Stangen bleiben», wie man so schön sagt. «Sie wurden schriftlich über die Absage informiert.» Diese waren so erfrischend originell bezeichnet worden: Mille Grazie Sponsoren etwa. Wo gibt’s das sonst? Rund 11000 Franken hatte das Budget betragen. Der Löwenanteil davon wäre an die Jurymitglieder gegangen. Sie stammen übrigens aus andern Musikschulkreisen. «Das war dem OK sehr wichtig», sagt Maritz.

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